Nach dem 3:0 in Memmingen: So schaut`s aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 16.08.2026 12:43
- 3 Minuten Lesezeit
- 20 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
FC MEMMINGEN - TSV 1860 MÜNCHEN 0:3.
So brüllte der Löwe: Eicher (db24-Note 2,5) – Bell (3), Weber (4/73. Hoppe 3), Faßmann (2), Fiedler (2) – Wach (2,5/51. Wagner 3), Eberwein (2), Dressel (3), Erdogan (2,5/73. Seiffert 3,5), Husic (2,5/63. Deniz 3), Niederlechner (3/63. Ortivero Calderon 3,5).
So spielte der FC Memmingen: Dewein – Dolinski, Zeller, Schmidt (76. Roth), Paschek (76. Petrovic) – Maier (59. Kirsamer), Rietzler, Lutz (76. Remiger), Fusaro (66. Gräser) – Kresin, Pfaumann.
Tore: 0:1 (12.) Niederlechner, 0:2 (56.) Fiedler, 0:3 (89.) Eberwein.
Gelbe Karten: Schmidt, Pfaumann – Dressel, Erdogan.
Zuschauer/Löwenanteil: 5.000/4.000.
Schiedsrichter: db24-Note 3,5 für Markus Huber (Wurmannsquick). Der Regionalliga-Referee entschied bei 50:50-Entscheidungen in der Anfangsphase immer für 1860, was Memmingen-Trainer Matthias Günes an der Seitenlinie sichtlich erregte. Auch Mitte der zweiten Hälfte drückte Huber beide Augen zu, als der bereits vorverwarnte Dressel in Höhe der Mittellinie regelwidrig einen Gegenspieler zu Fall brachte. Glück für 1860. Ansonsten war Huber ein umsichtiger Spielleiter, aber eben mit Abzügen. Der Schiedsrichter-Beobachter schrieb am Nebentisch fleißig mit.
Die 24-Stunden-Aktivität der db24-Blase am Spieltag: 34.892 Netto-User.
Die db24-Spielbewertung: Note 3,0. Dass Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach dem ersten Saisonsieg keine Freudentänze machen wollte, spricht für ihn. Denn er konnte diesen Auswärtscoup richtig einschätzen – und trotzdem war er glücklich darüber, dass seine Mannschaft nicht nur drei Tore beim bisherigen Tabellenführer erzielte, sondern auch zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor geblieben ist. Die Löwen erzielten zum richtigen Zeitpunkt die Tore – ein Brustlöser war das 1:0: Wieder servierte Emre Erdogan, wieder war Florian Niederlechner aus kurzer Distanz der Vollstrecker. Als Memmingen auf den Ausgleich drängte und kurz zuvor eine Tausendprozentige ausließ, schlug 1860 wieder zu: Feiner Dressel-Pass in die Tiefe, der junge Lance Fiedler ließ sich nicht zweimal bitten und vollendete zum vorentscheidenden 2:0. Den Schlusspunkt setzte Michael Eberwein in der 89. Minute mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel.
Die db24-Kurvenbewertung: Note 1,0. Friedlich, freundlich, emotional – der Löwen-Fan zeigt sich plötzlich von einer ganz anderen Seite. Es geht auch ohne Hass, Pyrotechnik und Sachbeschädigungen bei der Heimreise. Chapeau!
Zum Lachen: Das erste Zu-Null-Spiel für Torwart Vitus Eicher – wird ihm guttun.
Zum Weinen: Mal nix – aber nur an diesem Spieltag.
Der Trainer-Check: db24-Note 2 für Alper Kayabunar. Er muss mit dem Material arbeiten, das ihm zur Verfügung steht – und deswegen macht der Löwen-Dompteur einen guten Job, auch wenn er die Mängel natürlich noch sieht. Das Umschaltspiel wird ihn die nächsten Wochen noch weiter beschäftigen. Gut war von Kayabunar auch, dass er erkannte, dass er nach einer Stunde Tunay Deniz bringen musste, um das Spiel wieder in den Griff zu bekommen.
Mein Löwen-Held: Emre Erdogan – drittes Spiel, dritte Vorarbeit. Wenn er nicht auf dem Platz stehen würde, würden den Löwen Antritt, Schnelligkeit und Technik fehlen.
Der beste Spieler auf dem Platz: Der junge Lance Fiedler im Löwen-Trikot: Hinten Abräumer, vorne Torschütze. Man kann schlechter in seine erste Herren-Saison starten.
Der db24-Quotenkönig: Lance Fiedler wurde von der db24-Community mit dem Notendurchschnitt von 2,41 zum besten Spieler der Partie gekürt.
Der Löwen-Spruch des Tages: Was momentan niemand braucht, sind griesgrämige Fans, die versuchen, alles schlechtzureden. Die Sektion „Alles außer Profi-Fußball ist unter unserer Würde“ ist mehr als nur verzichtbar. Diese Kleingruppe an grauhaarigen Greisen treibt zwar noch vereinzelt im Internet ihr Unwesen, daran stört sich die Fanszene aber nicht. Wer mit dem „TSV 1860 NEU“, den Löwen auf dem Feld und ihren Fans keinen Spaß hat in der Regionalliga, der hat den Fußball und die Sechzger nie geliebt und darf sich gerne abwenden. Wohnortnahe Alternativ-Vereine gibt es ja in Bayern bekanntlich genug. (Thomas Spiesl für das Fanportal sechzger.de).
Nächste Löwen-Fütterung: Dienstag, 19 Uhr, Auswärtsspiel beim TSV Aubstadt.
So schaut’s aus, Sechzig: Ein kleiner Schritt nach vorne – mehr aber auch nicht.
