VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Bevor Vitus Eicher in die Mixedzone kam, musste er erst noch ein paar Hände auf der Tribüne der ausverkauften Arena schütteln. Das glatte 3:0 in Memmingen kostete der Torwart, der erst vor ein paar Wochen aus der Rente gekommen war, voll aus. Der ehemalige Relegationsheld von 2015 feierte nicht nur die drei Punkte, sondern auch sein erstes Zu-Null-Spiel nach seiner Rückkehr. "Das tut uns allen unfassbar gut, dass wir den ersten Sieg geholt haben", erklärte der 35-Jährige am Freitagabend nach dem ersten Saisonsieg für den neuformierten TSV 1860 München: "Wir haben mit Sicherheit noch Luft nach oben. Aber beim Tabelenführer musst du auch erst einmal 3:0 gewinnen. Das ist ein Statement und für uns ein gutes Gefühl." Tatsächlich, denn nach zuvor zwei Unentschieden gegen Schweinfurt und Augsburg II war es an der Zeit, dass die Löwen zeigen, dass sie auch siegreich sein können.

Der bundesliga-erfahrene Florian Niederlechner brachte die Löwen zeitig nach starker Vorarbeit von Emre Erdogan in Führung - mit dem 1:0 ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel drängte Memmingen auf den Ausgleich, doch genau in dieser Phase gelang dem jungen Lance Fiedler das vorentscheidende 2:0. In der Schlussphase drückte der Gastgeber auf den Anschlußtreffer, doch wieder zeigte sich 1860 sehr effizient und Neuzugang Michael Eberwein schlenzte den Ball mit viel Gefühl zum 3:0 ins lange Eck. “Es war fur uns eine schwere Aufgabe”, analysierte Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach dem Schlusspfiff, um dann zu sagen: “Aber wir haben uns heute fest vorgenommen, uns zu belohnen und stabil zu stehen. Das ist uns gelungen. Für uns war es auch wichtig, zu Null zu spielen.“

Der Kauczinski-Nachfolger war einfach nur glücklich, dass er diesen wichtigen Einstandssieg feiern konnte. Es war übrigens auch sein erster Dreier als Cheftrainer des TSV 1860.

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