Pfeifer rechnet mit 1860-Führung ab: "Das war schon letztklassig!"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 14.08.2026 11:48
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Manuel Pfeifer wartet auf einen neuen Verein.
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Gegenüber dem „kicker“ rechnet der Offensivmann nun mit den in die Regionalliga Bayern abgestürzten Löwen ab – vor allem mit der mangelhaften Kommunikation an der Grünwalder Straße 114: „Wir Spieler haben alles über die Medien erfahren, kein Sportdirektor, kein Präsident hat mit uns geredet, in keiner WhatsApp-Gruppe haben wir irgendeine Nachricht bekommen. Ich bin mit meiner Freundin im Hotel gesessen, als der Paukenschlag gekommen ist. Selbst als es vorbei war, hat sich keiner mehr bei uns Spielern gemeldet, das, muss ich sagen, war schon letztklassig.“ Die Aussagen kommen von einem jungen Mann, der bei 1860 nicht mit großen Sprüchen aufgefallen war. Das lässt tief blicken und bestätigt die Schilderungen anderer Ex-Löwen.
Dass der Klub tatsächlich implodieren könnte, davon hatte Pfeifer offenbar nichts mitbekommen: „Wir haben gar nichts gemerkt, bis zum Schluss nicht. Es wurde schon gemunkelt, dass es Veränderungen geben kann, weil wir den Aufstieg verpasst haben, aber von den anderen Turbulenzen haben wir nichts mitgekriegt. Erst im Urlaub habe ich durch die Medien erfahren, dass der Klub innerhalb weniger Tage 2,7 Millionen Euro braucht. Da habe ich mir noch nichts dabei gedacht, es für das übliche 1860-Theater gehalten und geglaubt, dass man sich am Ende des Tages schon wieder einigen wird.“
Dass 1860 seit Jahren als Chaos-Klub verschrien ist – nicht zuletzt wegen der komplizierten Beziehung zu Investor Hasan Ismaik –, wollte Pfeifer bei seinem Wechsel zunächst nicht überbewerten: „Ismaik habe ich nie gehört und nie gesehen. Natürlich habe ich diese Geschichten auch gekannt, aber die vielen Neuverpflichtungen und auch die Stimmung im Klub waren so gut, dass alle der Meinung waren, dass es jetzt in die richtige Richtung geht. Dass es wirklich ein Chaos-Klub ist, habe ich erst im Laufe des Jahres gemerkt.“
Jetzt hofft Pfeifer auf einen sportlichen Neuanfang: „Mittlerweile sitze ich daheim schon wie auf Nadeln und warte auf ein passendes Angebot. Bisher war nicht das richtige dabei, einiges habe ich schon abgesagt.“
