Paula: "Wir wollen ja mit diesem neuen Start-up etwas erreichen"
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 02.08.2026 19:20
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Die vergangenen Wochen wird Paula, der seit dem vergangenen Herbst die inzwischen im vorläufigen Insolvenzverfahren befindliche KGaA als Geschäftsführer leitete, wohl so schnell nicht vergessen. “Es war maximal herausfordernd, auch für mich persönlich, muss ich sagen. Wir sprechen von einer Sieben-Tage-Woche, von weit mehr als acht Stunden am Tag – es waren auch 14, 15 oder 16. Aber man macht das gerne, wenn man merkt, welche Aufbruchstimmung hier herrscht, wie von allen Seiten mit angeschoben wird. Von daher ist das Arbeitspensum nicht ausschlaggebend. Der Weg ist das Ziel. Wir wollen mit diesem neuen Start-up etwas erreichen, wie es der Präsident genannt hat.”
Auch zu möglichen weiteren Neuzugängen äußerte sich Paula. Ob Max Reinthaler oder Philipp Maier noch ein Thema werden, wollte der frühere Lauterer allerdings nicht verraten: “Über Rückkehrer will ich nicht sprechen. Man muss konstatieren, dass wir in den vergangenen drei Wochen 15 neue Spieler für die Spielbetriebs-GmbH verpflichtet haben, dazu das komplette Trainerteam. Wir waren schon hochgradig aktiv und haben einen Kader zusammengestellt, der in seiner Struktur und vom Charakter her sehr stimmig erscheint. Natürlich schauen wir, wie die Saison anläuft. Punktuell kann man vielleicht noch etwas machen – wenn, dann eher offensiv. Aber wir haben nicht die Not, unbedingt reagieren zu müssen. Jetzt müssen wir erst einmal schauen, wie wir in die Saison reinkommen.”
Sollte Paula das 2:2 in Schweinfurt genau analysiert haben, dürften ihm einige Baustellen aufgefallen sein: das anfällige Umschaltspiel gegen den Ball, der phasenweise zu behäbige Spielaufbau aus der Defensive und das fehlende Tempo auf mehreren Positionen.
Unterdessen wird Mittelfeld-Talent Samuel Althaus den Löwen wohl nicht mehr helfen – der 19-Jährige steht offenbar vor einem Wechsel. Positiv: Damjan Dordan wurde am Sonntag nach überstandener Verletzung erstmals wieder auf dem Trainingsplatz gesichtet. Sein Vertrag liegt allerdings weiterhin bei der insolventen KGaA.
Dass die Löwen rund 4.000 Fans nach Schweinfurt lotsten, freut Paula: “Das ist eine krasse Situation. Wir hatten am Mittwoch eine Sache, die hatte ich in 22 Jahren Profifußball auch noch nicht erlebt, wo im Training fast 1.000 Zuschauer sind bei uns am Vereinsgelände. Das ist verrückt und ein Riesen-Faustpfand für uns, dieser Rückhalt, diese Rückendeckung der Fans. Das gibt uns die Kraft, in die Saison gut reinzugehen.”
