"Wir müssen noch einige Sachen anpassen!": Jetzt die neuen Löwen nach dem 2:2 in Schweinfurt selbst bewerten!
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 02.08.2026 10:39
- 2 Minuten Lesezeit
- 228 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Zur Elfmeterszene, die der junge Berliner Lance Fiedler verursachte und die zum zwischenzeitlichen 1:2 führte, meinte Kayabunar: “Das war eine heikle Situation. Man kann ihn geben oder auch nicht. Aber es darf gar nicht erst zu dieser Situation kommen. Die Standardsituation ist unnötig. In dieser Phase müssen wir besser verteidigen. Ich hatte das Gefühl, dass Schweinfurt nur über Standardsituationen gefährlich werden konnte.”
Den schwach getretenen Strafstoß von Michael Dellinger parierte Vitus Eicher zunächst, beim Nachschuss war der 35-Jährige jedoch einen Tick zu spät wieder auf den Beinen. Darüber wird sich der Routinier selbst am meisten ärgern. Auch für ihn gilt: Es gibt noch einiges zu verbessern.
Enttäuschend war dagegen der Auftritt von Florian Niederlechner. Der Stürmer hatte erst am Freitag erfahren, dass nicht er, sondern Rückkehrer Dennis Dressel die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen wird. Niederlechner, das hatte sich bereits in der Vorbereitung angedeutet, wirkt noch nicht bei 100 Prozent. Der operative Eingriff auf der Zielgeraden der vergangenen Drittliga-Saison hat Spuren hinterlassen. Will er den Löwen in dieser Saison entscheidend helfen, muss er körperlich noch zulegen. Ähnliches gilt für Felix Weber. Dem Aufstiegskapitän von 2018 ist anzumerken, dass er nach seiner Zeit in Vilzing längere Zeit nicht mehr unter professionellen Bedingungen gearbeitet hat.
Vielversprechend war dagegen der Auftritt zahlreicher junger Spieler. Linksverteidiger Lance Fiedler überzeugte trotz seines verursachten Elfmeters mit einer erstaunlich reifen Leistung. Vor allem seine gefährlichen Schleuder-Einwürfe könnten sich im Regionalliga-Alltag als echte Waffe erweisen. Auch Julian Bell sorgte auf der rechten Seite für Stabilität. Seine Hereingaben waren stets gefährlich – eine davon verwertete Michael Eberwein mit Routine zum zwischenzeitlichen 1:1.
Einen starken Eindruck hinterließen außerdem nach seiner Einwechslung der erst 18-jährige Sturmtank Arian Ortivero Calderon, der beim 2:2 seine Robustheit und Durchsetzungsfähigkeit unter Beweis stellte, Emre Erdogan mit seiner Vorlage zum Ausgleich sowie die beiden eingewechselten Talente Fabio Wagner, der mit seinem enormen Tempo auffiel, und der trickreiche Mark Gevorgyan. Sie zeigten, dass im neuen Löwen-Kader durchaus Talent mit Potenzial steckt – auch wenn es noch Zeit braucht, bis daraus eine eingespielte Mannschaft wird.
Die blaue Notenparade - jetzt die Löwen nach dem 2:2 in Schweinfurt selbst bewerten!
