Die Stimmen nach dem 2:2 in Schweinfurt: "Wir hatten das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre"
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 01.08.2026 17:02
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Zweimal gerieten die Löwen in Rückstand, zweimal schlugen sie zurück. Michael Eberwein und Arian Ortivero Calderon retteten mit ihren Treffern zumindest einen Punkt. “Wir hätten natürlich gerne gewonnen. Wir hatten schon das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre”, erklärte Trainer Alper Kayabunar nach dem Schlusspfiff. “Die Moral war gut. Im Großen und Ganzen können wir mit dem Punkt leben.” Fast entschuldigend sagte er: “Wir hatten einige Spieler dabei, die ihr erstes Regionalliga-Spiel gemacht haben. Dementsprechend können wir auf die Leistung heute aufbauen.” Die Talente waren es, die Mut machten. Aber dazu später mehr.
Dennoch gibt es einiges aufzuarbeiten. Vor allem in der Anfangsformation fehlte den Löwen über weite Strecken das Tempo. Möglicherweise war genau das auch Thema, als Kayabunar nach dem Abpfiff im Innenraum des Stadions längere Zeit mit Sportchef Manfred Paula sprach. Positiv fiel dagegen die Reaktion der Mannschaft auf: Nach beiden Rückständen kam 1860 unmittelbar zurück. Diese Mentalität macht Hoffnung und spricht für den Charakter der neu zusammengestellten Mannschaft. Gleichzeitig dürfte Kayabunar bis zur Heimpremiere gegen den FC Augsburg II am kommenden Freitag (19 Uhr) noch an einigen Stellschrauben drehen.
Auch der 30-jährige Torschütze Michael Eberwein sah nach seinem gelungenen Debüt Licht und Schatten: “Die Enttäuschung überwiegt gerade. Ich finde, dass mehr drin war. In den wenigen Phasen, in denen wir das Spiel nicht unter Kontrolle hatten, hat uns der Gegner sofort bestraft. Ansonsten waren wir über weite Strecken spielbestimmend und hatten auch die besseren Chancen. Trotzdem können wir mit der Art und Weise zufrieden sein.”
Über seinen Premierentreffer sagte der Neuzugang, der von Dortmund II an die Isar wechselte: “Ich bin froh, dass mir das sofort gelungen ist. In seinem ersten Spiel für den neuen Verein zu treffen, ist natürlich etwas Besonderes.”
Zu den Gewinnern der Premiere-Löwen gehörte neben Eberwein auch Julian Bell (starke Flanken), Lance Fiedler (gute Technik, brutale Einwürfe) und der eingewechselte Joker Arian Ortivero Calderon, der mit seinem Blitz-Ausgleich per Kopf sofort seine Qualität zeigte. Kein Wunder, dass ein Scout eines Zweitligisten sofort nach dem Namen googelte…
