VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Als den Schwabmünchnern zusehends die Kräfte ausgingen, hatten die Löwen leichtes Spiel: Die Generalprobe vor dem Regionalliga-Auftakt in Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) gewann die Elf von Trainer Alper Kayabunar am Sonntagnachmittag standesgemäß mit 5:1 beim schwäbischen Bayernligisten. Für die Gastgeber war es bereits die zweite Niederlage der noch jungen Saison. Entsprechend wollte Kayabunar den neunten Sieg im neunten Testspiel nicht überbewerten: „Das Ergebnis war in Ordnung, aber mit der Art und Weise in der ersten Hälfte waren wir nicht zufrieden. In den letzten 15 Minuten haben wir dann gut gespielt und viele Tore geschossen. Ich glaube, wir können mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden sein.“

Dennoch dürften dem Löwen-Coach die Schwachstellen seiner Mannschaft nicht entgangen sein. Vor allem im spielerischen Bereich besteht noch Luft nach oben. Zu häufig operierte 1860 mit langen Bällen – ein Stilmittel, das in der Regionalliga nur bedingt zum Erfolg führen dürfte. Entsprechend forderte Kayabunar: „In der ein oder anderen Situation wünsche ich mir mehr Tempo, mehr Dynamik nach vorne – und dass wir uns mehr Torchancen herausarbeiten.“

In der ersten Halbzeit brauchten die Löwen eine Standardsituation, um in Führung zu gehen. Nach einem Eckball staubte Luis de Azambuja zum 1:0 ab, nachdem der Torwart zuvor noch retten konnte. Erst nach dem Seitenwechsel, als die Gastgeber konditionell abbauten, übernahm 1860 endgültig die Kontrolle. Der eingewechselte Ortivero Calderon erzielte innerhalb von 15 Minuten einen Hattrick. Den Schlusspunkt setzte der schussstarke Lance Fiedler, der eine Verwirrung in der Schwabmünchner Defensive eiskalt zum 5:1-Endstand ausnutzte.

Aufstiegskapitän Felix Weber blieb nach der Pause vorsorglich in der Kabine. Nach Angaben von Kayabunar machte sich der Innenverteidiger wegen Beschwerden im Wadenbereich keine unnötigen Risiken mehr. Neuzugang Michael Eberwein war zwar mit nach Schwabmünchen gereist, verfolgte die Partie jedoch nur in zivil. Von dem Offensivspieler erhofft sich der Löwen-Coach neben Führungsqualitäten vor allem Torgefahr.

Bitter: Rron Gosalci, der bislang einen guten Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen hat, kugelte sich während der Partie die Schulter aus und musste ausgewechselt werden.

So brüllte der Löwe: Eicher – Bell, Faßmann, Weber (46. Hoppe), Fiedler – Grancay, Wach – Leone (59. Moumou), Erdogan (67. Gosalci/74. Porta) – Pereira de Azambuja, Niederlechner (59. Otivero Calderon).