Post vom Insolvenzverwalter
- VON OLIVER GRISS
- 19.07.2026 09:51
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VON OLIVER GRISS
Inzwischen wurde auch auf der offiziellen BFV-Webseite das Vereinslogo ausgetauscht: Statt des Löwen ist nun das Münchner Kindl zu sehen. Hintergrund ist die Kündigung des Kooperationsvertrags zwischen e.V. und KGaA. Die kommerziellen Rechte am Löwen-Logo liegen bei der KGaA beziehungsweise Investor Hasan Ismaik. Sollte sich daran nichts ändern, müsste der TSV 1860 bis 2031 auf sein weltweit bekanntes Markenzeichen verzichten. Das könnte auch wirtschaftliche Folgen haben. Denn potenzielle Sponsoren dürften bei einem Engagement mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keine Nutzungsrechte am traditionellen Löwen-Logo erhalten.
Für viele Marketingabteilungen dürfte die Markenpräsenz jedoch ein wesentlicher Bestandteil eines Sponsoringpakets sein. Wie die “Abendzeitung” berichtet, wäre Premiumpartner Opel Häusler grundsätzlich bereit, die Zusammenarbeit mit 1860 fortzusetzen. Eine Kontaktaufnahme durch den neuen Regionalligisten soll bislang allerdings nicht erfolgt sein – möglicherweise auch wegen der weiterhin ungeklärten Zukunft des Vermarkters Infront. Nach db24-Informationen hat Xenofit dagegen nach über 20 Jahren den Vertrag gekündigt, was aber nichts mit den aktuellen Entwicklungen zu tun hat.
Ist der TSV 1860 ohne dem Löwen auf der Brust noch DEIN Fußball?
Unterdessen haben die 1860-Mitarbeiter und Spieler mit KGaA-Vertrag nach db24-Informationen in einem Rundschreiben am 15. Juli Post von Insolvenzverwalter Max Liebig bekommen. Darin werden die Rechte erklärt und zusätzlich darüber informiert, dass es für drei Monate Insolvenzgeld (Juni, Juli, August) vom Arbeitsamt gibt. Wörtlich heißt es: “Es wird darauf hingewiesen, dass das Insolvenzverfahren noch nicht eröffnet ist, deswegen ist bislang noch kein Arbeitgeberwechsel eingetreten… Die Schuldnerin - vertreten durch die Geschäftsführung - ist nachwievor Ihr zuständiger Ansprechpartner bei Fragen und Erklärungen im Rahmen des Arbeitsverhältnisses. Erst mit Eröffnung eines etwaigen Insolvenzverfahrens, das voraussichtlich Anfang September erfolgen würde, würde der Insolvenzverwalter in die Arbeitgeberposition eintreten.” Momentan sind Teile der ungeliebten KGaA von der neuen Spielbetriebs-GmbH geleast - offenbar auch Spieler, die gültige Arbeitsverträge mit der KGaA haben.
Desweiteren schreibt Liebig: „Bitte beachten Sie, dass die Insolvenzverwaltung für die Arbeitnehmer keine rechtliche Beratung erbringen kann und die obigen Informationen eine individuelle Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen können.“
