Zwischen Geretsried und Berglern: Hat Präsident Mang seine Hausaufgaben gemacht?
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 13.07.2026 08:58
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
In dieser Woche soll es laut Präsident Gernot Mang zu spürbaren Fortschritten kommen. „Bereits in der nächsten Woche werden mehrere grundlegende Entscheidungen getroffen, die den eingeschlagenen Weg festigen“, sagte der Ober-Löwe am Samstag gegenüber sechzger.de. Und weiter: „Darüber werden wir zeitnah und transparent informieren.“
Haben Sie Vertrauen in die aktuelle 1860-Führung?
Transparenz? Genau das wünschen sich nicht nur die Fans, sondern auch die begleitende Presse. Bislang kann davon allerdings kaum die Rede sein. Die neue Spielbetriebs-GmbH wirkt nach außen weiterhin wie eine Mantelgesellschaft – abgesehen von der Spendenaktion „Football for the people“, die bislang rund 300.000 Euro eingespielt hat, ist bislang nur wenig Substanz erkennbar.
Die Mannschaft, die derzeit über die Dörfer tingelt, spielt mutmaßlich noch immer unter dem Dach der KGaA – und tritt mit den alten Trikots samt Ex-Hauptsponsor der Vorsaison an. Das wirkt eher wie Kreisliga als wie der Auftritt einer deutschen Traditionsmarke. Sportlich war der Auftritt beim 2:0-Testsieg in Deisenhofen mühsam. Auf db24-Anfrage, ob der Mannschaft nicht eine Führungspersönlichkeit fehle, antwortete Trainer Alper Kayabunar: “In schwierigen Situationen fehlt uns im Zentrum ein Leader.”
Ob Mang und seine Mitstreiter ihre Hausaufgaben gemacht haben, dürfte sich bereits in dieser Woche zeigen. Am kommenden Freitag eröffnet Bayernliga-Meister 1860 II mit dem Heimspiel gegen den TuS Geretsried (19 Uhr) die neue Saison. Beim BFV wird die Mannschaft inzwischen als 1860 München II geführt. Nach aktuellem Stand verfügt das Team jedoch weder über einen Trainer noch über einen Kader – und schon gar nicht über eine gemeinsame Vorbereitung.
Unterdessen bereitet sich Kreisliga-Absteiger SV Eintracht Berglern auf ein Fußballfest vor. Der Klub aus dem Landkreis Erding hatte sich bei der Auslosung des Toto-Pokals die Löwen als Gegner gewünscht. Das ungleiche Duell soll am 21. Juli stattfinden. Immerhin steht inzwischen fest, dass die Partie auf dem heimischen Sportplatz ausgetragen werden kann. „Wir haben das Okay vom Bayerischen Fußball-Verband. Das Spiel kann definitiv bei uns auf dem heimischen Rasen stattfinden. Dafür sind 1.750 Zuschauer zugelassen“, erklärte SVE-Abteilungsleiter Stefan Zott gegenüber dem Erdinger Anzeiger. Mit den Löwen stehe man bereits in Kontakt. „Wir freuen uns erst einmal, gegen so einen Verein Fußball spielen zu dürfen. Das haben sich die Jungs verdient.“
Gegen welche Löwen-Mannschaft Berglern letztlich antreten wird, „das steht nicht in unserer Macht“, sagt Zott. Er würde sich beispielsweise über einen Einsatz des derzeit vereinslosen Florian Niederlechner freuen. Doch ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist derzeit reine Zukunftsmusik.






