Nicht das erste Mal: Foulspiel mit Rot
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 12.07.2026 18:54
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Das Trikot mit roten und pinken Elementen bringt die Fanszene der Löwen zum Kochen – und das nicht wegen des stolzen Preises von 124,99 Euro, sondern weil die Farbe Rot aus Traditionsgründen einfach ein No-Go an der Grünwalder Straße 114 ist. Auffällig außerdem: Auf dem Torwart-Trikot fehlt der Meisterstern, der an die unfassbare Leistung im Mai 1966 erinnert.
Wer denkt, dass dieser Farben-Lapsus das erste Mal in der Vereinsgeschichte geschehen ist, täuscht sich ganz gewaltig. Immer wieder spielten die Torleute in der Vergangenheit in einem roten Leiberl (von Ausrüster Nike) – wie Rainer Berg oder Michael Hofmann in den 90er Jahren. Einmal sagte der frühere Präsident Karl-Heinz Wildmoser zu Michi Hofmann: “Mit dem Trikot spielst du mir nie wieder.”
Das Insta-Profil “am1860trikotleiberl” sammelt die besten Stücke der großartigen Vereinsgeschichte - und aus der Saison 1995/96 zeigt er auch ein klares rotes Torwart-Trikot, das Berg und Hofmann auch getragen haben. Damals war der TSV 1860 übrigens noch ein reiner e.V.
Zu Zweitliga-Zeiten haben die Löwen sogar mal mit roten Stutzen in Heidenheim spielen müssen, weil der Zeugwart die eigenen Stutzen vergessen hatte – nicht selten wurde zu Bundesliga-Zeiten auch mal in Orange gekickt, was ebenfalls die Gemüter der Fans erhitzte.
Eigentlich sollte heute der Tag der offenen Tür an der Grünwalder Straße 114 sein – doch der Fantag wurde kurzfristig abgesagt, und damit fiel auch die Präsentation des neuen Heimtrikots ins Wasser. Es soll an die Meister-Löwen von 1966 erinnern. Am Samstag beim 2:0-Testspielsieg in Deisenhofen spielten die Blauen noch mit den Trikots aus der Vorsaison – mit der Aufschrift der Bayerischen, deren Hauptsponsoring inzwischen beendet ist.
Das größte Problem ist aber nicht die Farbe, sondern: Wer spielt eigentlich in den neuen Löwen-Trikots? Aufklärung folgt.






