Ismaik: "Warum kam es zu keiner Lösung?"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 12.07.2026 12:50
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Der 48-Jährige schrieb am Sonntagmittag auf seinen Social-Media-Kanälen: „Immer wieder wird die Darstellung verbreitet, Hasan Ismaik habe sich geweigert, den Verein zu finanzieren. Doch das Problem lag nie darin, dass kein Geld vorhanden gewesen wäre. Die erforderliche Finanzierung stand zur Verfügung. Der Streit drehte sich vielmehr darum, wie diese Mittel verwaltet werden sollten – und um Fragen der Governance, der Transparenz und der finanziellen Kontrolle. Kein Investor, keine Bank und keine Finanzinstitution stellt Geld bereit, ohne klare Vorgaben dafür, wie diese Mittel verwendet und verwaltet werden.“
Ismaik verweist zudem auf einen weiteren Punkt, der aus seiner Sicht nicht übersehen werden dürfe: „Wenn meine Person, wie behauptet wird, das Hindernis für die Zukunft des Vereins gewesen sein soll, dann hatte ich bereits meine Bereitschaft erklärt, meine Anteile zu verkaufen. Ich war bereit, die Übertragung der Anteile zu erleichtern, und habe Vorschläge gemacht, um den Weg für eine Lösung zu öffnen. Warum also kam es zu keiner Lösung?“
Tatsächlich wollte nach db24-Informationen eine regionale Investorengruppe um den früheren Löwen-Jugendboss Ernst Tanner die Anteile Ismaiks übernehmen (wir berichteten). Das Konsortium verfügte nicht nur über große sportliche Kompetenz, sondern auch über die notwendigen finanziellen Mittel. Nach db24-Informationen soll es nicht am Jordanier gelegen haben, dass die Gruppe am Ende der Verhandlungen doch von einem Einstieg Abstand nahm.
Auch die Gruppe um den früheren Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, die anfangs noch große Euphorie verbreitet hatte, zog sich letztlich zurück. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Aston Villa erklärte später lediglich: „Es ist kompliziert.“
db24 berichtete zuletzt, dass weiterhin Investoren Interesse an einem Einstieg beim TSV 1860 haben. Doch damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Will man bei den Löwen überhaupt fremde Hilfe? Auch Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen, äußerte sich zuletzt in eine ähnliche Richtung.
Ismaik fordert nun größtmögliche Transparenz: „Ich bitte euch nicht, meiner Darstellung zu glauben. Fordert die Parteien, die die Verhandlungen geführt und die operativen Entscheidungen getroffen haben, auf, die Korrespondenz, die Vorschläge und die Finanzierungsbedingungen offenzulegen. Lasst die Fakten sprechen. Und lasst nicht zu, dass die Wahrheit auf einen einzigen Satz reduziert wird: ‚Hasan Ismaik hat die Finanzierung verweigert.‘“






