BILD-Bericht: 1860 vor dem Kollaps!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 10.07.2026 15:57
- 2 Minuten Lesezeit
- 342 Kommentare
Gernot Mang: Wie tief geht es für die Löwen runter?
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Zuletzt prophezeite Ex-Multi-Funktionär Nicolai Walch noch gegenüber dem Fanportal “sechzger.de”: “Die kommende Saison wird episch. Nach Jahren der Knechtschaft sind wir nicht nur nach Giesing zurückgekehrt, sondern auch Freiheit für Sechzig wird Realität.” Wie episch das Ganze wird, ist natürlich Geschmackssache.
Denn wenig erbaulich ist die neueste Meldung der gut informierten “BILD”-Zeitung mit der Meldung “1860 München vor dem Kollaps - Keine Spieler, keine Lösung, keine Zeit.”
Noch am Mittwoch wurde in Giesing mit Raketen der “Befreiungskampf” unter der Leitung von Präsident Gernot Mang & Co. gefeiert - doch jetzt könnte der große Kater kommen.
Das Blatt vermutet: “Rollt bei 1860 München bald gar kein Ball mehr? Die Zeit läuft den Löwen davon - und die Lage wird von Tag zu Tag dramatischer. Bis spätestens 21. Juli muss Klarheit herrschen. Doch aktuell steckt der Tradtionsverein weiter tief in der Kreise. Die Lizenzgesellschaft (KGaA) befindet sich in der Vorinsolvenz, Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig (47) prüft immer noch mögliche Rettungsszenarien mit externen Geldgebern.” Nach db24-Informationen soll es diese geben - aber kommen sie auch zum Zug, um die KGaA zu retten?
Die “BILD” schreibt, das Problem sei, dass das Spielrecht derzeit beim Verein liege, genauer gesagt bei der neu gegründeten Fußball-Betriebsgesellschaft. Zu groß sei die Unsicherheit über die rechtliche Situation und mögliche Schritte von Investor Hasan Ismaik. Und genau das wollte man eben wissen, wenn man eine Funktion bei 1860 begleitet - genau aus diesem Grund haben über all die Jahre die früheren Amtsträger die Trennung von Ismaik nicht forciert. Auch aus Haftungsgründen.
Gernot Mang ist mit seinen Präsidiumskollegen jetzt ein Jahr bei 1860 im Amt: Welche Note geben Sie dem Quartett?
Heute um 18.30 Uhr wird auf der Youtube-Seite des BFV die erste Toto-Pokal-Runde ausgelost - die Partie muss laut “BILD” bis zum 21. Juli ausgetragen werden: “Sollte 1860 im Toto-Pokal nicht antreten können, droht ein Sportgerichtsverfahren. Für die Löwen könnte das eine empfindliche Geldstrafe im fünfstelligen Bereich bedeuten.”
Das Blatt stellt die berechtigte Frage: “Doch mit welcher Mannschaft wollen sie spielen?” Aus der U17 dürfen nur maximal fünf Spieler eingesetzt werden - die derzeit eingesetzten Spieler gehören der KGaA. Nach db24-Informationen wird hinter vorgehaltener Hand sogar über die Kreisliga-Löwen gesprochen.
Wie db24 bereits gestern angedeutet hat, überlegt man bei 1860, u.a. die Infrastruktur zu mieten. BILD bestätigt dies in ihrer Berichterstattung: “Es wird geprüft, Spieler und Infrastruktur der KGaA gegen eine Lizenzgebühr anzubieten. Selbst Bereiche wie das Ticketing könnten nur über solche Mietmodelle genutzt werden. Das größte Problem: Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht. Die Uhr tickt. Und bei 1860 geht es längst nicht mehr nur um den Saisonstart- - sondern um die Zukunft des gesamten Vereins.”
Wir haben das Löwen-Präsidium um eine Stellungnahme gebeten.
db24 meint: Hätte sich der Verein ernsthaft und vor allem gewissenhaft mit den Konsequenzen seines Handelns auseinandergesetzt, stünde der TSV 1860 heute vermutlich nicht vor diesem Scherbenhaufen.






