VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Nein, Alper Kayabunar wollte das 7:1 beim Bezirksliga-Aufsteiger TSV Moorenweis (mit Ex-Löwe Manu Schäffler) selbstverständlich nicht überbewerten. Er weiß auch: Testspiele gegen solche Gegner haben nur eine begrenzte Aussagekraft. Entscheidend ist vielmehr, dass der TSV 1860 trotz der schweren Tage seine Fans weiterhin mobilisieren kann. Mehr als 3.000 Zuschauer kamen am Sonntagnachmittag nach Moorenweis, um den Traditionsklub aus der bayerischen Landeshauptstadt moralisch zu unterstützen. Der Vollständigkeit halber gehört allerdings dazu: Die Eintrittskarten waren bereits vor dem Zwangsabstieg ausverkauft.

Auf die db24-Nachfrage, ob die Löwen von ihren Anhängern offensichtlich nicht fallengelassen werden, erklärte Kayabunar nach dem Schlusspfiff: „Ja, zu 100 Prozent! Es ist schön zu sehen, wie die Fans zu diesem Verein stehen – egal, wie die Situation ist. Das macht uns natürlich stolz. Wir kommen gerne hierher und versuchen, ein bisschen etwas zurückzugeben.“

Die Treffer für die Löwen erzielten U17-Vize-Weltmeister Loris Husic (2), Lance Fiedler, Luis Pereira de Azambuja, Emre Erdogan, Rron Gosalci und Arian Ortivero Calderon. „Wir wollten unbedingt wieder schnell ins Spiel kommen, das haben wir gut umgesetzt“, freute sich Kayabunar über den Blitzstart seiner Mannschaft. Nach einer Viertelstunde führten die Blauen bereits mit 3:0. „Was ich bemängelt habe: Nach diesen drei Toren haben wir eigentlich aufgehört. Das müssen wir verbessern. Wir müssen gieriger werden, weiter Tore erzielen und dürfen nicht so leicht ein Gegentor kassieren.“

Überraschend nicht zum Einsatz kam der offensive Mittelfeldspieler Samuel Althaus. Er ist angeschlagen.
Nach dem Ende des Trainingslagers in Bad Füssing kehren die Löwen nun an die Grünwalder Straße 114 zurück. Kayabunar hat seiner Mannschaft anschließend zwei freie Tage spendiert. „Wir haben jetzt elf Tage durchtrainiert“, erklärte der U21-Meistertrainer.