Volland schließt 1860-Rückkehr in anderer Rolle nicht aus
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 03.07.2026 11:35
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
1860 ist ein Energiezieher, das ist seit vielen Jahren bekannt: “Die Zeit jetzt ist für alle extrem schwierig. Auch für die Verantwortlichen. Es sind viele rechtliche Themen zu klären, viele Streitigkeiten und das ganze Ungewisse. Da musst du als Spieler mental so viel investieren und der Spaß bleibt dann auf der Strecke. Ich habe versucht, meine Entscheidung – wie schon vor einem Jahr – nicht von einer romantischen Denkweise abhängig zu machen. Auch wenn wir einen schlechten Fußball gespielt und die Erwartungen nicht erfüllt haben, fand ich es ein cooles Jahr. Mir hat es überwiegend Spaß gemacht. Aber jetzt? Was ist in zwei Wochen, was ist in zwei Monaten? Ich bin 34, ohne Vorbereitung mal locker-flockig in eine Regionalliga zu starten – ich weiß nicht, ob das funktioniert.“
Dass der frühere Nationalspieler irgendwann in anderer Position an die Grünwalder Straße 114 zurückkehrt, will er nicht ausschließen: “Ob ich 1860 in einer anderen Funktion erhalten bleibe, wird man sehen. Ich muss schauen, wie sich jetzt alles entwickelt und wie die Gespräche laufen. Zuletzt hatte ich sehr gute mit Gernot Mang und Manfred Paula, die großes Verständnis für mich zeigten. Wir werden sicher in Kontakt bleiben.”
Seine Beziehung zu 1860 wird nach diesem traurigen Ende nicht leiden, wie Volland betont: “Meine Liebe zu Sechzig hat in den letzten Wochen nicht gelitten. Das war damals 2010 ja ähnlich. Da standen wir auch schon kurz vor der Insolvenz. Moritz Leitner und ich wurden verkauft. Also Unruhe in diesem Verein gab es immer. Aber Sechzig ist ein emotionaler Verein – mit einer riesigen Fan-Base. Es geht in Sachen Insolvenz jetzt nicht darum, ob ich im letzten Monat noch mein Geld bekomme oder nicht. Der finanzielle Aspekt spielte bei meinem Wechsel eh keine Rolle. Ich wäre auch zurückgekommen, wenn die Löwen sportlich in die Regionalliga abgestiegen wären.“
Was Volland, der künftig neben seinem Bruder Robin beim fC Thalhofen auflaufen wird, den Löwen nun mit auf den Weg gibt: “Ich wünsche dem Verein jetzt mal eine Kontinuität. Nicht nur einen kurzfristigen Plan, sondern wirklich mal eine Zeit, in der sich eine junge Mannschaft und ein Trainer auch entwickeln können. Ein Dreijahresplan vielleicht, wo man sich auch klar darüber ist, dass es vielleicht nicht sofort wieder hochgeht. Auch die Regionalliga ist kein Selbstläufer. Jetzt ein Fundament bauen und die Struktur im Verein neu aufbauen, wäre für Sechzig total wichtig.“






