Volland kehrt 1860 den Rücken: "Irgendwann blieb der Spaß auf der Strecke"
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 03.07.2026 09:22
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Dass Volland beim Wiederaufbau der Löwen mithelfen würde, ist kein Thema mehr. Dabei hatte der 33-Jährige vor genau einem Jahr noch gesagt: “Ich wäre auch in der Regionalliga gekommen.”
Nun zieht Volland einen Schlussstrich unter das Kapitel TSV 1860 und verlässt das Giesinger Pulverfass. Seine Begründung gegenüber der “Allgäuer Zeitung”: “Es ist zu viel passiert im letzten Jahr. Irgendwann blieb der Spaß auf der Strecke. Ich habe mir das anders vorgestellt.”
Es sind entlarvende Worte eines Spielers, der im vergangenen Sommer mit ehrlichen Absichten zu seinem Herzensverein zurückkehrte. Dass Volland nicht weiter ins Detail geht, spricht für ihn. Es zeigt, dass er seinen Lieblingsverein öffentlich nicht angreifen will. Seine Enttäuschung über die vergangene Saison kann und will er allerdings nicht verbergen.
Seine Rückkehr hatte 2025 an der Grünwalder Straße eine Euphorie ausgelöst, wie sie der Verein seit Jahren nicht mehr erlebt hatte: 5.000 Fans beim Tag der offenen Tür, Rekordumsätze im Fanshop und endlose Schlangen für Selfies und Autogramme. Der Allgäuer war für den TSV 1860 der größte Markenbotschafter der vergangenen zwei Jahrzehnte.
Die Verantwortlichen bei den Löwen sollten sich deshalb selbstkritisch fragen, warum ein Spieler wie Kevin Volland nicht mehr bereit ist, das Gesicht des Neuaufbaus sein zu wollen. Stattdessen zieht er es vor, künftig gemeinsam mit seinem Bruder Robin für den Bezirksligisten FC Thalhofen aufzulaufen.
Seine Erklärung klingt dabei wie ein stilles, aber deutliches Urteil über die vergangenen Monate: “Jetzt beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben, irgendwie auch eine neue Challenge. Ich will nochmal in den Amateurfußball reinschnuppern und die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden genießen.”






