Regionalliga-Reform geplatzt: Das sagt BFV-Präsident Kern
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 30.06.2026 09:40
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Auch wenn die Löwen derzeit ganz andere Probleme haben, müssen sie sich notgedrungen auch mit dieser Thematik befassen: Die Aufstiegsreform der Regionalliga (“Meister müssen aufsteigen”) droht erneut zu scheitern. Der Grund: Eine hohe Uneinigkeit.l
Die Ergebnisse der einzelnen Regionen der zeitgleich durchgeführten Vereins-Abstimmung durch die fünf Träger der Regionalligen West, Südwest, Bayern, Nord und Nordost hätten dabei kein einheitliches Bild ergeben. Das teilten der Westdeutsche Fußball-Verband, Bayerische Fußball-Verband sowie der Norddeutsche und Nordostdeutsche Fußball-Verband mit.
Die Vereine der Dritten Liga sowie der Regional- und Oberligen in ganz Deutschland waren zur Abstimmung aufgerufen. Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5 Prozent) und Nordosten (76,3 Prozent) favorisierten die Klubs das Kompass-Modell. Im Südwesten erreichte das “Regionen-Modell” die Mehrheit (93,1 Prozent). In Bayern sprachen sich die Abstimmenden (52,4 Prozent) mehrheitlich für die Ausarbeitung neuer Modelle aus, teilte der Westdeutsche Fußball-Verband in einer Pressemitteilung mit.
Die Umsetzung einer Reform zur Saison 2028/2029 soll nur dann zum Tragen kommen, wenn sich die Vereine aller fünf Regionen jeweils für ein- und dasselbe vorgeschlagene Modell entscheiden. Der Prozess der beim DFB eingesetzten Arbeitsgruppe sei damit beendet.
“Dass es sowohl in ganz Deutschland als auch bei uns in Bayern nicht das eine Modell für die Lösung gibt, überrascht nicht. Das war genau so zu erwarten”, erklärte BFV-Präsident Christoph Kern. Das Versäumnis sieht der Koch-Nachfolger bei der Arbeitsgruppe, die die Reformvorschläge erarbeitet hatte: “Genau aus diesem Grund hatten wir in der AG darauf gedrängt, vor einer Befragung der Klubs unbedingt noch weitere Lösungswege zu diskutieren – darunter auch eine 3. Liga mit 22 Teams und fünf Absteigern oder das von uns vorgeschlagene Zwei-Phasen-Modell. Diese Zeit hätte man sich in der AG zwingend nehmen müssen. Denn klar ist, dass eine Lösung der Aufstiegsfrage nur nachhaltig sein kann, wenn sie die überragende Mehrheit der betroffenen Klubs auch mitträgt – das ist aktuell schlicht nicht der Fall.”
Einige Vereine hatten die Abstimmung schon im Vorfeld boykottiert. Das von vielen Klubs favorisierte Kompass-Modell wurde mit den verschickten Wahlunterlagen vier Tage vor Abstimmungstermin kurzfristig verändert. Statt der ursprünglich vorgesehenen 20er-Staffeln sollen es nun nur noch 18 Teams sein. “Wenn diese Grundlagen kurz vor der Abstimmung verändert werden, wird aus Reformpolitik ein Machtspiel - und genau das machen wir nicht mit”, teilte Hansa Rostock mit und boykottierte als einer der ersten Vereine deutschlandweit die Abstimmung.
Eines steht aber schon jetzt fest: Fünf Regionalligen soll es aber der Saison 28/29 nicht mehr geben. Der Kurs steht auf Veränderung.






