1860 plant Juwel in Giesing: Stadion-Boss Lechner bestätigt temporären Umzug ins Olympiastadion
- VON OLIVER GRISS
- 21.06.2026 15:17
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VON OLIVER GRISS
Das neue Grünwalder Stadion soll nach der rund 100 Seiten umfassenden Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Powerhouse Company insgesamt 27.000 Zuschauer fassen, darunter 2.000 Plätze im VIP- und Businessbereich. Vorgesehen sind 13.410 Stehplätze, 8.883 Sitzplätze sowie 2.705 Plätze im Gästebereich. Hinzu kommen 21 Rollstuhlplätze. Parkplätze für die VIPs wird es allerdings nicht geben.
Der Baustart der Kultstätte ist für Mitte 2028 vorgesehen (die Westkurve soll komplett abgerissen werden), das Eröffnungsspiel soll im August 2030 stattfinden. „Wir gehen von einer Bauzeit von rund zwei Jahren aus. Die alte Anzeigetafel bleibt erhalten“, erklärte Lechner. Gleichzeitig bestätigte er: „Wir werden definitiv für zwei Jahre ins Olympiastadion ausziehen.“
Bleibt die entscheidende Frage: Wie finanziert der TSV 1860 dieses kostspielige Projekt? Offenbar rechnen die Löwen auch mit einer Beteiligung der Stadt München, die ihrerseits bei einem Verbleib des Stadions im Bestand mit Investitionen von rund 40 Millionen Euro für die Instandhaltung kalkuliert. „Wir wollen von der Stadt Unterstützung haben“, sagte Lechner und fügte hinzu: “Es gibt unterschiedliche Finanzierungsmöglichen.” Er rechne aber auch mit Unterstützung durchs Land, im Auge hat er auch Hilfe durch einen Olympia-Zuschlag. “Es wird sich nicht viel geben zwischen Erbpacht und Miete”, so Lechner: “Das große Geld brauchen wir 2028, wir müssen schauen, was auch aus dem Olympiatopf kommt.” Und Vize-Präsident Peter Schaefer erklärte: “Mehr als 49 Prozent dürfen nicht abgegeben werden. Der e.V. wird immer die Mehrheit behalten.”
Nicht alle spendeten zu den Stadion-Plänen Beifall. Einer der Anwesenden ging ans Mikrofon und hielt dagegen: “Wollt ihr uns ernsthaft weismachen, dass das in diesem Zeitraum funktionieren soll?” Und 1860-Mitglied Horst Staimer, früher selbst Vorstand in einem großen Münchner Klub, machte den Vorschlag, dass die Abstimmung zur Stadionbetriebsgesellschaft verschoben werden solle. “Die Gefahr ist groß, dass die Stadt die 27.000 Zuschauer nicht akzeptiert.” Vize Schaefer erteilte der Idee Staimers postwendend eine Absage.
Als diese Worte fielen, war Bayerische-Vorstand Martin Gräfer schon längst wieder auf dem Heimweg. Die deutliche Mehrheit in der Halle stimmte für eine Stadion GmbH fürs Grünwalder ab.
Dominik Heckmaier (888), Jan Walla (862) und Uwe Seemann (595) sind die drei Nachrücker für den Verwaltungsrat.






