Vor 730 Zuschauern: Calderon schreibt mit Dreierpack Geschichte - Sonderlob für Test-Löwe Collins
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 20.06.2026 16:29
- 2 Minuten Lesezeit
- 110 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Eine richtig positive Geschichte schrieb der stämmige Allrounder Arian Ortivero Calderon. Er erzielte beim Neubeginn in der Provinz vor 730 Zuschauern gleich einen lupenreinen Hattrick - und es hätte sogar ein Viererpack sein können, wäre ein weiterer Abschluß nicht eine Abseitsposition vorausgegangen.
Der 18-Jährige kam 2025 von Türkgücü zum TSV 1860 München - seine Vielseitigkeit ist ein Trumpf: Mal gibt er den Verteidiger, mal den Stürmer. Das schätzt Kayabunar an ihm. “Er hat es diese Woche im Training gut gemacht, ich hab bei ihm ein gutes Gefühl gehabt. Es ist auf jeden Fall ein positiver Eindruck zurückgeblieben.”
Einen guten Eindruck hinterließ auch Testpilot Mat Collins, der Sohn von Pop-Ikone Phil Collins. Der gebürtige Schweizer, der in der Vorsaison bei Austria Salzburger unter Vertrag stand, kam mit Beginn der zweiten Hälfte zum Einsatz. Er war immer in Bewegung und auch aggressiv im Zweikampf. Kayabunar: “Er war engagiert, man sieht, er hat ein gutes Spielverständnis. Aber nach einem Spiel kann man noch nicht viel sagen. Er wird auf jeden Fall die nächste Woche noch dabei sein.”
Forstinnings Trainer Gerry Lösch: “Es war ein schöner Rahmen für unseren Verein, wir konnten uns präsentieren. Du kriegst nicht jeden Tag die Löwen vor die Brust. Wenn man gegen die Löwen spielt, weiß man, dass man viel hinterherlaufen muss. Uns wurden ein paar Sachen aufgezeigt.” Dass die Sechzger in die Regionalliga Bayern abgestürzt sind, bedauert der Aufstiegstrainer des Gastgebers, dessen Herz für Rot schlägt: “Ich kenne die Derbys noch aus dem Olympiastadion. Ich hab auch das 1:0 von Thomas Riedl gesehen. Insgeheim würde ich mir wünschen, dass 1860 wieder Erste Liga spielt. Das Frotzeln fehlt schon in der Stadt. Ich glaube, es wird ein bisschen dauern, bis sich die Löwen in der Regionalliga akklimatisieren.”
Insgesamt war die Stimmung unter den Besuchern eher bedrückt, der Zwangsabstieg steckt noch in den Gliedern. Bezeichnend auch, dass zahlreiche Allesfahrer nicht nach Forstinning gekommen sind.
So brüllte der Löwe: Bachmann (46. Musa) – Krasniqi (68. Gosalci), Faßmann (68. Estermann), Hoppe (56. Fodor), Schurz (56. Fiedler) – Jenni (46. Collins), Wach (56. Grancay/79. Tekin) – Leone (56. Porta), Althaus (56. Garza), Erdogan (68. Saric) – Calderon (68. Pereira de Azambuja).






