"Falsch, kreditschädigend - erschüttert mich!": Ismaik geht in der "AZ" auf Präsident Mang los
- VON OLIVER GRISS UND FOTO (PRIVAT)
- 15.06.2026 22:35
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VON OLIVER GRISS UND FOTO (PRIVAT)
Erst die ehrabschneidende “Middle East”-Aussage – und dann auch noch die Behauptung, Hasan Ismaik beziehungsweise die HAM-Seite habe kein Geld mehr gehabt.
Wörtlich soll der Ober-Löwe bei einem Fantreffen im Landkreis Straubing laut Berichten der Passauer Neuen Presse und idowa erklärt haben, warum der Rettungsdeal gescheitert sei: Wenige Tage vor Fristende “wurde mitgeteilt, dass die HAM-Seite kein Geld mehr hat.”
Konnte Ismaik die Löwen also tatsächlich gar nicht mehr retten? Gegenüber der Abendzeitung widerspricht der 48-Jährige exklusiv dieser Darstellung entschieden: “Die von Herrn Mang zitierte Aussage entspricht nicht den Fakten. Es ist nicht korrekt, dass die HAM-Seite ‘kein Geld mehr hatte’. Die entscheidende Frage war und ist, unter welchen Bedingungen weitere Finanzierungen bereitgestellt werden sollten und ob gleichzeitig die notwendigen strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft des Klubs geschaffen werden.”
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Ismaik betont weiter, er sei in den vergangenen Jahren stets bereit gewesen, “Lösungen zu unterstützen, die dem Verein und der KGaA langfristige Stabilität ermöglichen”. Zugleich schränkt er ein: “Allerdings bin ich nach vielen Jahren zu der Überzeugung gelangt, dass zusätzliche Finanzmittel allein keine nachhaltige Lösung darstellen, wenn die zugrunde liegenden strukturellen Probleme nicht gleichzeitig angegangen werden.”
Sein klares Fazit: “Die Aussage, es habe lediglich an verfügbaren finanziellen Mitteln gefehlt, ist falsch, kreditschädigend und erschüttert mich.”
Seit Jahren wird im Umfeld des TSV 1860 das Narrativ gebildet, Ismaik sei finanziell nicht mehr in der Lage, den Klub nachhaltig zu unterstützen. Mangs jüngste Äußerungen dürften diese Debatte nun weiter angeheizt haben – und könnten die ohnehin angespannte Lage zusätzlich verschärfen.
Sollte Ismaik den Vorwurf tatsächlich als kreditschädigend bewerten, könnte dies auch rechtliche Folgen nach sich ziehen. Denn wer öffentlich behauptet, ein Unternehmen oder Investor verfüge nicht mehr über die notwendigen finanziellen Mittel, bewegt sich auf juristisch sensiblem Terrain – insbesondere dann, wenn die betroffene Seite dies ausdrücklich bestreitet.
Es ist ein altes krankhaftes Löwen-Phänomen: Es werden seit vielen Jahren Geschichten über Menschen erzählt - und dann weiterverbreitet, ohne den Wahrheitsgehalt zu prüfen oder zu hinterfragen.
Die nächsten Tage dürften daher besonders spannend werden. Ismaik ist am Sonntag in München eingetroffen und traf sich bereits am Montag mit seinem neuen Anwalt Dr. Peter Gauweiler. Am Dienstag könnte Ismaik in der außerordentlichen Gesellschafterversammlung auf Mang treffen - und dann kann’s richtig scheppern…






