Vor über 300 Fans: Löwen-Neustart ohne große Namen - Ismaik in München
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 15.06.2026 16:34
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Eine neue Zeitrechnung an der Grünwalder Straße 114 beginnt – begleitet von rund 300 Anhängern. Auch Präsident Gernot Mang war vor Ort, genauso wie Ex-Vize Hans Sitzberger und zahlreiche Allesfahrer wie Roman Wöll oder Fritz Fehling, die allerdings alles andere als glücklich dreinschauten. Denn auch sie wissen: Der große Fußball ist bei 1860 München vorerst vorbei.

Nach dem Zwangsabstieg aus der Dritten Liga, weil sich die beiden Gesellschafter nicht einigen konnten, rauschte der einst stolze Traditionsverein ungebremst in den Amateurfußball. Die Zukunft ist weiterhin ungewiss. 1860-Hauptgesellschafter Hasan Ismaik wurde nach db24-Informationen am Montagnachmittag in München gesichtet. Am Montagabend postete Ismaik ein gemeinsames Bild mit seinem neuen Anwalt Dr. Peter Gauweiler. Morgen steht offenbar dann eine außerordentliche Gesellschafterversammlung bei 1860 auf dem Terminplan.

Samuel Althaus und Lasse Faßmann waren am Montagnachmittag die prominentesten Spieler auf dem Platz, während Xaver Kiefersauer und Damjan Dordan erst zum bereits vor Wochen geplanten Trainingsstart am 28. Juni einsteigen sollen. Ob Kiefersauer überhaupt noch einmal zurückkehrt, ist ohnehin offen: Für das 20-jährige Mittelfeld-Talent soll es Interesse aus der Zweiten und Dritten Liga geben.
Auch Mat Collins, der 21-jährige Sohn von Weltstar Phil Collins, zog die Blicke auf sich. Der Mittelfeld-Allrounder, der zuletzt für Austria Salzburg einige Kurz-Einsätze in der Zweiten Liga Österreichs verbuchte, hat mehr als 36.000 Follower bei Instagram und ist damit in Giesing schon ein kleiner Star. Ob er einen Vertrag erhält? Man weiß es nicht, denn die Löwen haben sich derzeit einen imaginären Maulkorb verpasst.

Zunächst muss geklärt werden, in welcher Gesellschaft der Profifußball künftig angesiedelt sein wird. Während die einen hoffen, dass sich der e.V. eigenständig aufstellt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die KGaA eine Insolvenz abwendet. In den nächsten Tagen dürfte eine Entscheidung fallen. Schon jetzt ist jedoch klar: Bei 1860 gibt es keine Gewinner, sondern nur Verlierer – und das alles nur, weil Machtkämpfe über den Sport gestellt wurden.







