Gauweiler vermutet Masterplan hinter Zwangsabstieg: "Glaube, dass das Scheitern der Verhandlungen letzte Woche vorsätzlich war"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 10.06.2026 19:09
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Der Zwangsabstieg - und die Folgen für die Löwen. Sie sind kaum in Worte zu fassen. Und weil die Probleme sowieso extrem sind, hat sich Mang auch noch ein echtes Eigentor geschossen, als er am Dienstag beim Bayerischen Fernsehen auf Ismaiks Gauweiler-Deal angsprochen, in die Kamera sagte: “Wir haben es heute erfahren. Ein bisschen mit Kopfschütteln muss ich dazu sagen, weil ein ehemaliger CSU-Politiker vertritt die Werte-Tradition und jetzt vertritt er jemanden aus Middle East und geht gegen einen der traditionsreichsten Vereine Deutschlands vor. Also da passt irgendwas nicht zusammen.”
Und wer Ismaik kennt: Bei solchen Aussagen ist mit ihm nicht zu scherzen. Er nimmt das sehr persönlich - und das völlig zurecht. Die “AZ” schreibt: “Während bis Dienstagabend die HAM-Seite über verschiedene Emissäre angeblich noch Möglichkeiten einer gütlichen Einigung auslotete, ist diese Option seit Mangs Interview komplett vom Tisch. Stattdessen ist der Investor nun zur maximalen Konfrontation bereit und hat sein Anwalts-Team sogar noch mal aufgestockt.” Staranwalt Gauweiler bestätigt gegenüber “BILD” Ismaiks Fassungslosigkeit: “Herr Ismaik prüft jetzt alle Optionen. Dei Angriffe von Herrn Mang haben ihn persönlich sehr getroffen und haben ihn sehr, sehr verletzt.”
Dass die Löwen in der Vorwoche aus der Dritten Liga wirtschaftlich abgestiegen sind, hätte laut Gauweiler verhindert werden können. “Ich glaube, dass das Scheitern der Verhandlungen letzte Woche vorsätzlich war. Ich glaube, da ist ein Masterplan dahinter. Die Insolvenz in Kauf zu nehmen, in die Regionalliga abzusteigen, mit dem Gedanken: ‘Damit schaffen wir es, dass wir die KGaA auflösen und und Ismaik sind wir los.’” Mit diesem Gedanken soll bei 1860 schon lange gespielt worden sein. Schon nach dem Zwangsabstieg 2017 wollte man den Kooperationsvertrag mit Ismaik kündigen, verzichtete nach Einholung von Expertenmeinungen aber schließlich darauf.
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Seit Tagen wird an der Grünwalder Straße hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen, dass Not-Geschäftsführer Manfred Paula demnächst den Weg in die Infanteriestraße zum Amtsgericht antreten soll, um die Insovlenz für die KGaA anzumelden. Doch kommt es überhaupt soweit? Ismaik will die Fußballfirma weiter am Leben halten, auch - so ist zu hören - weil ihm die Arbeitsplätze der Belegschaft wichtig seien. Gauweiler zu BILD: “Es gibt schon noch Möglichkeiten, den Profifußball für 1860 zu erhalten. Die DFB-Statuten lassen eine Beschwerde gegen den Abstieg zu. Diesen Versuch würden wir gerne gemeinsam machen, um den Profifußball zu erhalten für 1860. Das ist der Versuch von Herrn Ismaik, das zu erreichen.”






