1860 lässt die Meister-Löwen hochleben! Heiß: "Eine Aufstiegsfeier wäre mir lieber gewesen"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 27.05.2026 11:11
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
db24 traf sich mit dem früheren Nationalspieler, um mit ihm über ein ganz besonderes Jubiläum zu sprechen: 60 Jahre Meisterschaft. Der Titel von 1966 jährt sich am 28. Mai zum 60. Mal. Diese Mannschaft, der damals München zu Füßen lag, ist der ganze Stolz eines abgehalfterten Giesinger Klubs, der sich seit zwei Jahrzehnten gefühlt selbst im Weg steht. „Mir wäre es lieber gewesen“, sagt Heiß in seiner typischen Art, „wenn wir nicht die Meisterfeier 60 Jahre danach, sondern die Aufstiegsfeier der aktuellen Mannschaft gefeiert hätten.”
So ist er, der Heiß-Fredi – und sein Wunsch wird vermutlich unerfüllt bleiben, denn die Löwen haben derzeit nicht nur ein sportliches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Es geht um eine Finanzlücke von rund 2,7 Millionen Euro. Bis zum 3. Juni, 12 Uhr, muss geliefert werden. So oder so: Die nächste Saison scheint schon wieder kaputt zu sein, bevor sie eigentlich losgeht.
Heiß: „Ich habe immer gesagt: 1860 kann ohne einen Investor nicht überleben. Es wäre schön, wenn das bei 1860 alle kapieren würden.“ Aber der rüstige Ur-Löwe, der in den letzten Jahrzehnten kaum gealtert zu sein scheint, weiß natürlich auch, dass die Löwen in dieser Hinsicht ganz speziell sind. Er selbst hat das auch schon zu spüren bekommen – und das, obwohl Heiß nie für einen anderen Verein in seiner Karriere gespielt hat.
Am Donnerstagabend trifft sich Heiß mit seinen alten Spezln aus einer unfassbar erfolgreichen Zeit – der TSV 1860 organisiert im Pschorr am Viktualienmarkt im Bereich „The Resi“ eine Helden-Götterung – dabei auch Bernd Patzke, Hansi Reich und Bubi Bründl. Petar Radenkovic hat keine Lust aufs Feiern. Der 91-Jährige lebt zurückgezogen in Belgrad und kommt nicht zum Meister-Revival. Mehr Helden leben von damals nicht mehr.
Noch heute bekommt Patzke, der später auch kurzzeitig Trainer der Löwen war und das unvergessene 6:1 am Gründonnerstag 1984 gegen die SpVgg Fürth coachte, Autogrammpost. Ihn wundert das: „Ich bekomme heute noch Autogrammwünsche aus China, Russland, Belarus – und Deutschland sowieso. Im Monat ungefähr 20 bis 25. Ich weiß nicht, woher das kommt.“
Dass die Löwen nochmal so erfolgreich wie in den 60er Jahren werden, glaubt der Rekord-Nationalspieler des TSV 1860 im Gespräch mit db24 nicht: „Ich würde mich freuen, wenn sie es nochmal schaffen würden. Aber es sieht überhaupt nicht danach aus. Die Chance liegt bei 0,01 Prozent. Ich hoffe, dass es nicht weiter runtergeht…“






