Das Drittliga-Steno: Osnabrück steigt im Bus auf - Essen wird von Stuttgart II vorgeführt - Not-OP bei Mölders - 1860-Ultras zünden eigene Fahne an
- VON OLIVER GRISS UND FOTO (MÖLDERS INSTAGRAM)
- 02.05.2026 21:00
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VON OLIVER GRISS UND FOTO (MÖLDERS INSTAGRAM)
Dieser Slogan ziert seit Samstagabend die Webseite von Drittliga-Aufsteiger VfL Osnabrück. Die Niedersachsen profitierten vom Essener 1:6-Debakel beim VfB Stuttgart II und stehen damit vorzeitig als Zweitliga-Aufsteiger fest. Auf der Bus-Anreise zum Auswärtsspiel in Wiesbaden (Sonntag, 16.30 Uhr) erfuhren die Osnabrücker Spieler - verständlich, dass der Jubel im VfL-Lager groß war. Herzlichen Glückwunsch!
Miese Stimmung dagegen bei RWE: Das 1:6 in Großaspach war die dritte Liga in Folge - der direkte Aufstieg rückt in weite Ferne. Zumindest bis morgen bleiben die Essener Tabellendritter. Aber wenn Duisburg Cottbus schlägt, fallen sie auf Rang vier zurück. RWE-Trainer Uwe Koschinat ist fassungslos: “Es gibt im Fußball auch mal Situationen, wo man Dinge für sich verarbeiten muss und nicht immer sofort eine tolle Antwort hat. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass wir uns in eine sehr aussichtsreiche Situation gebracht haben. Das kann nicht anders zustande kommen als mit Qualität. Die wiederzubeleben, wird ein entscheidender Faktor sein. Deswegen ist es mir ein Rätsel, warum wir einen dermaßen heftigen Systemabsturz hatten, warum wir teilweise auseinandergefallen sind und warum einzelne Spieler, die über Wochen in einer herausragenden Form gespielt haben, jetzt auf der Suche nach Sicherheit und klaren Lösungen sind.”
Eigentlich sollte bei diesem Spiel Ex-Löwen-Kapitän Sascha Mölders Experte sein. Aber so weit kam es nicht: Er musste notoperiert werden - Blinddarm-Durchbruch. Nach gelungener Operation postete er: “War gerade auf dem Weg nach Großaspach zum RWE-Spiel als MagentaSport-Gast - plötzlich lag ich auf dem OP-Tisch und musste mir meinen Blinddarm rausholen lassen.”
Nicht zur Tagesordnung übergehen sollte der TSV 1860 nach dem peinlichen 1:1 in Schweinfurt - es war ein grausamer Sommerkick. Von sich reden machten am Rande wiederholt die Ultras: Sie feierten mit Pyro-Technik - und zündeten dabei versehentlich ihre eigene Zaunfahne “Mein Verein für alle Zeit” an, was einen Feuerwehreinsatz ausgelöst hat. Für die Ultras war danach auch Schluss. Sie rollten ihre Fahnen ein und stellten den Support ein. Alles andere als glorreich…
Das Drittliga-Steno im Überblick:
1. FC Schweinfurt 05 - TSV 1860 München 1:1. Tore: 1:0 (27.) Müller, 1:1 (31.) Haugen. Besonderheit: Die Partie war in der ersten Hälfte zwischenzeitlich unterbrochen, weil die Löwen-Ultras ihre eigene Zaunfahne aus Versehen anzündeten. Zuschauer: 9.036.
1. FC Saarbrücken - SV Waldhof Mannheim 2:0. Tore: 1:0 (23.) Brünker, 2:0 (55./Elfmeter) Pick. Zuschauer: 15.600.
Jahn Regensburg - TSG Hoffenheim II 2:1. Tore: 1:0 (21./Elfmeter) Hottmann, 2:0 (90.) Dietz, 2:1 (90.+7) Bähr. Zuschauer: 9.691.
Alemannia Aachen - Hansa Rostock 1:1. Tore: 0:1 (42.) Krauß, 1:1 (58./Elfmeter) Gindorf. Zuschauer: 30.474.
SC Verl - TSV Havelse 4:0. Tore: 1:0 (44.) Mhamdi, 2:0 (45.+1) Wörner, 3:0 (45.+5) Arweiler, 4:0 (49.) Mhamdi. Zuschauer: 2.306.
VfB Stuttgart II - Rot-Weiss Essen 6:1. Tore: 1:0 (24./Elfmeter) Sessa, 2:0 (45.+1) Sessa, 3:0 (45.) Arevalo, 4:0 (61.) Sankoh, 5:0 (78.) Arevalo, 6:0 (82.) Arevalo, 6:1 (90.+3) Cuber Potocnik. Zuschauer: 3.350.
SSV Ulm 1846 - FC Viktoria Köln 0:2. Tore: 0:1 (72.) Münst, 0:2 (81.) Kozuki. Zuschauer: 7.934.






