Schwere Vorwürfe von Jacobsen-Berater
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 24.04.2026 09:41
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Muss den Verein verlassen: Thore Jacobsen.
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Am Donnerstagnachmittag ließ Geschäftsführer Manfred Paula dann die Katze aus dem Sack: Nach Talent Clemens Lippmann, der nicht gehalten werden kann und ablösefrei zum möglichen Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn wechselt, werden sechs weitere Spieler den Klub zum Saisonende verlassen: Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, David Philipp, Raphael Schifferl, Maxi Wolfram und Morris Schröter.
Das sind alles Akteure, die es prinzipiell können und auch einen Mehrwert darstellen, wenn alles funktioniert. In dieser Saison waren jedoch überproportional viele Löwen-Profis verletzt – darunter auch Jesper Verlaat. Der Niederländer kam nur auf sechs Einsätze. Aktuell ist der 29-Jährige erneut angeschlagen.
Seit Längerem wird bei 1860 über die Trainingsbedingungen diskutiert, insbesondere über den Haupttrainingsplatz – den Einser. Hat die Verletzungsmisere damit zu tun? Auffällig sind in jedem Fall die ungewöhnlich langen Ausfallzeiten. Ein Beispiel: Sean Dulic, der sich Anfang Januar im Trainingslager in Belek verletzte, hat 2026 noch kein Spiel bestritten. Der U20-Nationalspieler könnte aber gegen den SSV Ulm 1846 (Samstag, 14.03 Uhr, db24-Ticker) sein Comeback geben – nach fast viermonatiger Pause.
Eine Konstante war bei 1860 zuletzt Mittelfeldspieler Thore Jacobsen. Er kam vor zwei Jahren als Stammspieler vom Zweitligisten SV Elversberg nach Giesing – und war auch an der Grünwalder Straße eine feste Größe. Wenn er fehlte, wurde sein Wert erst richtig sichtbar. Jetzt geht seine Zeit bei den Löwen zu Ende – unfreiwillig.
Zuverlässigkeit zeichnete ihn aus. Dass der Klub überhaupt nicht mit Jacobsen kommuniziert hat – egal in welche Richtung –, darüber beschwert sich nun Spielerberater Danny Bachmann, der u.a. Nationalstürmer Nick Woltemade betreut, gegenüber der „TZ“: „Grundsätzlich wäre für Thore eine Verlängerung denkbar gewesen. Darüber sprechen wollte mit uns niemand, der Verantwortliche war für mich telefonisch nicht zu erreichen.“
Heißt im Umkehrschluss: Jacobsen wäre sogar offenbar bereit gewesen, Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen – doch Manfred Paula wollte ihn nicht mehr, weil der Klub eine sportliche Veränderung anstrebt.






