1860-Allesfahrer Wöll nach dem Verlaat-Aus: "Paula widerspricht sich doch!"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 23.04.2026 17:14
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Was Wöll nicht aus dem Kopf geht, ist eine Szene, die sich ihm beim 1:0-Sieg in Köln eingebrannt hat. „Jesper Verlaat hat nach dem Schlusspfiff seinen direkten Konkurrenten Lasse Faßmann gedrückt, gelobt und in den Arm genommen – das ist für mich Menschlichkeit und ein besonderes Teamgefühl. Und so einen hauen die raus. Da fällt mir nichts mehr ein.“
Wöll, der seit über 60 Jahren den Löwen hinterherreist, glaubt, dass sich Geschäftsführer Paula mit diesen frühen Personalentscheidungen keinen Gefallen getan hat. „Paula hat jetzt selbst den größten Druck. Ich will nicht mit ihm tauschen. Die Guten hat er selbst rausgehauen. Bei Maxi Wolfram und Morris Schröter kann man so entscheiden, aber nicht bei den anderen. Wenn sich Verlaat nicht verletzt hätte, hätte er immer gespielt. Finanzielle Gründe hat Paula bis jetzt nicht genannt, sondern sportliche. Er sagte, er wolle 1860 sportlich verbessern – und dann gibt er unter anderem Verlaat mit 29 Jahren ab. Ich wünsche Sechzig viel Spass. Ich frage mich: Was haben die mit dem Verein vor? Das ist doch einfach alles unglaublich.“
Welcher Löwen-Profi hat die Drittliga-Zeit bislang am meisten geprägt?
Wöll fordert: „Bei 1860 musst du in der Dritten Liga jedes Jahr das Ziel haben, aufzusteigen. Aber jetzt wird das der zehnte Neuaufbau, der dann nach einem Jahr wieder abgebrochen wird. Das ist nicht auszuhalten.“






