Verlaat: Spielt er nie wieder für Sechzig?
- VON OLIVER GRISS, STEFAN MATZKE UND CHARLES PASTURE (BEIDE FOTO)
- 22.04.2026 17:04
- 3 Minuten Lesezeit
- 90 Kommentare
VON OLIVER GRISS, STEFAN MATZKE UND CHARLES PASTURE (BEIDE FOTO)
Während der Holländer auf Münchens Straßen damit wieder flott unterwegs sein kann, erscheint ein Comeback in dieser Saison bei nur noch vier ausstehenden Spielen eher unwahrscheinlich – auch wegen seiner langen Verletzungshistorie. Verlaat bestritt sein letztes Spiel beim 1:2 im September in Rostock und erlitt seitdem immer wieder Rückschläge. Insgesamt kam er in dieser Saison nur auf sechs Einsätze.
Weil sein Vertrag bei 1860 am 30. Juni ausläuft und sich ausschließlich im Aufstiegsfall verlängert hätte, stellt sich die berechtigte Frage: War’s das für Verlaat bei Sechzig?
Der Vertrag von Kapitän Jesper Verlaat läuft aus: Sollte 1860 mit ihm verlängern?
Nach db24-Informationen gibt es derzeit keine Vertragsgespräche zwischen den Löwen und dem beliebten Abwehrboss, der über Jahre hinweg mehr als nur ein Sympathieträger war und auf dem Platz – wenn er fit war – nahezu immer ein wichtiger Anker mit großem Temperament. Zuletzt hatte sich Verlaats Berateragentur im Winter-Trainingslager in Belek lose mit Geschäftsführer Manfred Paula ausgetauscht. Nach den Entwicklungen der vergangenen Monate könnten sich die Wege nun zum Saisonende trennen.

Prinzipiell ist 1860 zwar Verlaats erster Ansprechpartner, allzu lange wird auch er nicht mehr warten können: Der Abwehrspieler, den Michael Köllner 2022 von Waldhof Mannheim nach Giesing lotste und der schnell zum verlässlichen Publikumsliebling wurde, hat trotz seiner XXL-Verletzungspause weiter einen Markt. Denn Verlaat gehört, wenn er gesund ist, zu den besten Verteidigern auf diesem Niveau. Was zudem für ihn spricht: Er ist torgefährlich – und genau diese Mischung ist selten. Zudem ist er ein absoluter Teamplayer. Er hat 1860 in den letzten Jahren ein Gesicht gegeben. Unklar ist auch die Zukunft seines Stellvertreters Thore Jacobsen, der immer noch kein neues Arbeitspapier bei den Löwen unterschrieben hat.

Fürs Grobe bei 1860 ist auch Raphael Schifferl zuständig. Auch er kennt noch nicht seine Zukunft. Zuletzt konnte der Österreicher recht zuverlässig liefern – wie beim 0:0 in Saarbrücken, als er mit einer Energieleistung mehrmals das mögliche Gegentor verhinderte. Sein Vertrag läuft ebenfalls aus – und wahrscheinlich rechnet er selbst nicht mehr damit, dass er bei den Löwen bleibt. Anders ist nicht zu erklären, dass der 26-Jährige nach db24-Informationen unlängst seinen Berater gewechselt hat. Von „Soccer and more“ hat sich Schifferl verabschiedet und mit „You First“ nun einer großen Agentur angeschlossen, die u. a. dem spanischen 40-Millionen-Mann Fabián Ruiz von Paris Saint-Germain unter Vertrag hat. Was sich Schifferl davon erhofft? Vermutlich neue Märkte.

Ebenso im Wartestand befindet sich U21-Kapitän Xaver Kiefersauer. Zwar darf sich das robuste Mittelfeldtalent (seit 2014 im Verein) derzeit im Profi-Training präsentieren, aber zu einem Platz im Spieltags-Kader reichte es noch nicht. Beim 5:0-Triumph der U21 am vergangenen Freitag gegen den SV Kirchanschöring beobachtete Ingolstadts Didi Beiersdorfer das Geschehen - es würde nicht wundern, wenn der frühere HSV-Profi auch Kiefersauer unter die Lupe genommen hat. Kiefersauer wollte im vergangenen Sommer eigentlich den Klub verlassen, doch Ex-Geschäftsführer Dr. Christian Werner soll den Plänen einen Riegel vorgeschoben haben. Jetzt läuft der Vertrag von Kiefersauer aus. Ein Insider: “Er wird auf jeden Fall bei einem Drittligisten unterkommen.”






