VON OLIVER GRISS UND CHARLES PASTURE (FOTO)

Am Mittwochvormittag gab es ein kleines, aber bemerkenswertes Novum an der Grünwalder Straße 114: Ausgerechnet Übungsleiter Markus Kauczinski betrat als Erster den Trainingsplatz – noch vor seinen Spielern. Eine Szene, die man so bei den Löwen eher selten sieht. Ob es ein Zufall war oder ein Zeichen? Unklar.

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Klar ist aber: Die Situation rund um den TSV 1860 ist alles andere als entspannt. Wieder wurde eine Saison verspielt, wieder ist der Aufstieg frühzeitig außer Reichweite geraten – trotz eines Kaders, der so stark schien wie lange nicht. Gleichzeitig fehlt es an einer klaren Perspektive für die kommenden Wochen und Monate.

Es ist eher davon auszugehen, dass die finanziellen Mittel für die neue Saison geringer ausfallen werden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt jedoch – die Qualifikation für den DFB-Pokal. Zwei Wege führen dorthin: Entweder die Würzburger Kickers sichern sich Platz eins oder zwei in der Regionalliga – oder die Löwen holen selbst den Toto-Pokal am 23. Mai in Würzburg.

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Bis dahin ist allerdings noch einiges zu tun. Kauczinski hat jetzt die Aufgabe, die Gruppe mental wieder zu wecken, sonst läuft 1860 Gefahr, auch den Toto-Pokal auf der Zielgeraden wegzuwerfen. Nach sechs sieglosen Spielen kommt am Samstag der SSV Ulm 1846 ins Grünwalder Straße 114 (14.03 Uhr, db24-Ticker) - und die Löwen können dabei das Zünglein an der Waage spielen. Denn wenn 1860 dieses Spiel gewinnt, dann sind die Schwaben zu 99,9 Prozent abgestiegen - und wenn Sechzig wieder abschenkt, dann ist Ulm wieder im Geschäft und Saarbrücken als aktueller Tabellen-16. (am Wochenende in Essen) könnte doch noch in die Abstiegszone rutschen.

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Kauczinski muss jetzt eine Elf finden, die will und alles daran setzt, die Negativserie zu beenden. Am Mittwochvormittag war mehr Zug drin als in den letzten Tagen: Auf kleinem Feld ging’s in viele Zweikämpfe - und Abschlüsse. Und der ein oder andere Akteur hatte auch Wut im Bauch. Beispiel gefällig? Sigurd Haugen (wieder mit Maske) und Damjan Dordan hatten eine kurze Auseinandersetzung, nachdem der Torjäger im Lauf vom 23-Jährige geschubst worden war.

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Gegen die Ulmer muss der Löwen-Trainer auf eine weitere Stammkraft verzichten - auf Mittelfeld-Routinier Philipp Maier. Der 31-Jährige wird in dieser Saison gar nicht mehr spielen, das gab der Klub bekannt. Er könnte von Sean Dulic ersetzt werden. Der U20-Nationalspieler wirkt immer spritziger - und könnte in diesem Jahr erstmals zum Kader gehören.

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Verzichten wird Kauczinski gegen Ulm neben Maier auf jeden Fall auf Jesper Verlaat, Max Reinthaler, Tunay Deniz, Max Christiansen, Lasse Faßmann und Kilian Jakob. Gefehlt hat in den letzten Tagen auf dem Trainingsplatz auch Torwarttrainer Rene Vollath: Nach db24-Informationen ist der frühere Hachinger im Ausland auf Fortbildung. Er wurde gestern von Ex-Zweitliga-Torwart Vitus Eicher vertreten.