VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Die Dino-Bilanz der Löwen: Acht Jahre Stillstand, acht Jahre Dritte Liga - und kein Ende in Sicht. Trainer kamen und gingen, Neustarts wurden ausgerufen, Erwartungen geschürt. Gebracht hat all das wenig. Der TSV 1860 steckt weiter im Drittklassigkeits-Sumpf fest. Nur zweimal reichte es unter dem Oberpfälzer Michael Köllner zu Platz vier, ansonsten blieb von den großen Ansagen meist nur Ernüchterung.

Weil auch in dieser Saison der Aufstieg frühzeitig kein realistisches Thema mehr war - obwohl dieser Kader auf Drittliga-Niveau so gut besetzt war wie noch nie, man aber in der Winterpause nicht auf die chronische Verletzungsmisere reagiert hat-, ist klar: Die Löwen gehen 2026/27 in ihre neunte Saison in Folge in der 3. Liga. Geschäftsführer Manfred Paula sagt zwar: „Wir wollen den Versuch starten, vorne mitzuspielen.“ Gleichzeitig vermeidet er bewusst das große Versprechen: „Ich werde definitiv nicht das Etikett Aufstiegskader draufkleben.“

Nach acht Jahren auf der Stelle stellt sich in Giesing mehr denn je die große Frage: Wann gelingt Sechzig endlich der Befreiungsschlag? Oder dreht sich das Dino-Rad auch in der kommenden Saison weiter? Zumal vieles darauf hindeutet, dass die finanziellen Mittel eher kleiner als größer werden. Bleiben als Hoffnungsschimmer nur der DFB-Pokal (am 23. Mai kann in Würzburg die Fahrkarte gelöst werden) - und mögliche Spielerverkäufe. Mit Sigurd Haugen und Sean Dulic hat 1860 immerhin zwei Namen im Kader, die Geld in die Kasse spülen könnten.