VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Michael Köllner hatte im Winter bei Blau-Weiß Linz ein wahres Himmelfahrtskommando in der österreichischen Bundesliga übernommen: Letzter Platz, überschaubares Budget – doch der 56-Jährige war überzeugt: „Wir packen das!“

Und jetzt scheint der frühere Löwen-Trainer mit den Linzern tatsächlich noch die Kurve zu kriegen: Das 3:0 am Dienstagabend gegen den amtierenden Pokalsieger Wolfsberger AC in der Qualifikationsgruppe war bereits das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage. Im Abstiegskampf ist das eine starke Leistung – und ein weiterer Beleg dafür, dass Köllner eine Mannschaft stabilisieren und besser machen kann.

In Linz kommt vor allem seine Art an: Klar, direkt, emotional – Köllner erreicht die Kabine.

Mit diesem Heimerfolg verließ Blau-Weiß erstmals seit Monaten den letzten Tabellenplatz und darf wieder mehr denn je auf den Klassenerhalt hoffen. Die rote Laterne bekam der Wolfsberger AC in die Hand gedrückt.

Bereits am Freitag geht es für die Linzer mit dem Heimspiel gegen Altach weiter, während der WAC einen Tag später auf den GAK trifft.

Bis heute zählt Köllner mit zwei vierten Plätzen zu den erfolgreichsten Löwen-Trainern der Drittliga-Historie: Nach dem 1:2 gegen Dynamo Dresden im Januar 2023 musste er gehen, anschließend übernahm Günther Gorenzel.