Vorschlag von BFV-Präsident Kern: Dritte Liga mit 22 Vereinen
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 17.04.2026 14:01
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Der Meister jeder Regionalliga soll künftig aufsteigen – das ist der große Wunsch der Mehrheit im deutschen Fußball. Auch Christoph Kern stellt sich hinter diese Forderung. Doch der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes denkt weiter – und bringt ein komplett neues Reformmodell ins Spiel.
Sein Ansatz: Zuerst müsse die Dritte Liga selbst reformiert werden. „Unser Fokus soll auch auf der Dritten Liga liegen. Den müssen wir zunächst beleuchten“, erklärt Kern. Konkret schlägt er ein Modell „22/05“ vor – also eine Aufstockung auf 22 Mannschaften bei gleichzeitig fünf anstatt derzeit vier Absteigern.
Der Effekt: Mehr Durchlässigkeit nach unten, mehr Chancen für die Regionalliga-Meister. „Das hätte das Problem relativ schnell gelöst“, ist Kern überzeugt. Doch: Andere Modelle seien in der Arbeitsgruppe gar nicht erst ernsthaft diskutiert worden.
Noch spannender wird es bei einer zweiten Idee, die fast schon revolutionär klingt: ein kompletter Systemwechsel in der Regionalliga. Kerns Vorschlag: Die Tabellen aller fünf Regionalligen werden im Winter eingefroren. Die jeweils besten acht oder neun Teams kommen in einen großen nationalen Pool. Aus diesem Topf werden dann – mithilfe von KI – vier neue “Regionalliga-Oberligen” gebildet.
Der Gedanke dahinter: Mehr sportliche Qualität, weniger Zufall – und vor allem eine klare Regel: Der Meister steigt auf. Schluss mit komplizierten Aufstiegsrunden, Schluss mit Ungerechtigkeiten. Stattdessen ein System, das Leistung direkt belohnt.
Klingt nach einer radikalen Lösung – aber vielleicht ist genau das nötig. Denn eines ist klar: Das aktuelle Regionalliga-System sorgt seit Jahren für Frust. Und der Druck auf die Verbände wächst, endlich eine faire und nachvollziehbare Lösung zu finden.






