Pfeifer ist nach monatelangem Warten bei 1860 zurück: "Ich bereue den Wechsel überhaupt nicht"
- VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
- 16.04.2026 11:21
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Kann wieder lachen: Manuel Pfeifer.
VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
Er kam mit der Erfahrung aus 70 Spielen in der österreichischen Bundesliga, schaffte es vor einigen Jahren sogar in der Elf des Jahres - und das nicht mit einem Traditionsverein wie Rapid, der Austria oder Sturm Graz, sondern mit dem TSV Hartberg. Doch über weite Strecken der Saison war von Sommer-Zugang Manuel Pfeifer bei den Löwen kaum etwas zu sehen. Immer wieder wurde der flinke Außenbahnspieler durch Verletzungen zurückgeworfen. Im Trainingslager in Belek hatte sich Pfeifer beim Torschuss-Training eine Muskelverletzung zugezogen. Es gibt Fußballer, die irgendwann aufgeben und einen anderen Weg einschlagen wollen…
Doch Pfeifer machte da nicht mit, gibt aber auch zu: “Wenn du so lange nicht spielst, geht das natürlich an die Nerven.” Die vergangenen Monate waren für die Nummer 27 in einem neuen Umfeld alles andere als einfach: „Ich war geduldig die ganze Zeit und bin einfach froh, dass ich das geschafft habe.“
Ausgerechnet als die Aufstiegshoffnungen der Sechziger zerplatzten, meldete sich der 26-Jährige überraschend zurück, nachdem er zuvor nicht für den Kader berücksichtigt worden ist. Beim 2:2 gegen Regensburg rückte der Österreicher in die Anfangsformation – und zeigte vor allem im zweiten Durchgang eine starke Leistung, in der er zu den prägenden Figuren auf dem Platz gehörte. Flink, nie aufgebend, und technisch versiert - so hat Pfeifer auf sich aufmerksam gemacht. “Ich habe alles reingehauen, was ich habe”, sagte Pfeifer hinterher nicht ohne Stolz.
Im vergangenen Sommer noch als mögliche feste Größe auf der linken Außenbahn eingeplant, konnte Pfeifer dieses Vertrauen jedoch aufgrund eines Muskelfaserrisses und anhaltender Rückstände lange nicht bestätigen. Umso größer war die Erleichterung nach seinem Comeback: “Ich bin einfach froh, dass ich nach so langer Zeit endlich wieder gespielt habe. Ich hatte viel Pech mit Verletzungen.”
Trotz der schwierigen Phase bereut der gebürtige Steirer seinen ablösefreien Wechsel nach München-Giesing keineswegs: „Ich bin trotzdem froh, dass ich hier bin. Ich bereue den Wechsel überhaupt nicht. Mir taugt es extrem.“ Die Löwen werden das gerne hören, schließlich mussten sie in den letzten Monaten auf der linken Seite immer wieder improvisieren: Mal spielte Kilian Jakob, dann Marvin Rittmüller oder auch Clemens Lippmann - so richtig perfekt war’s nie, was sich in dieser Zone abspielte. Vermutlich wurde Pfeifer nach dem Abpfiff von Geschäftsführer Manfred Paula deswegen umarmt, weil die Sechzger sehen, wozu Pfeifer im Stande ist.






