Von wegen zu alt, von wegen zu langsam: Die db24-Einzelkritik nach dem 2:2 gegen Regensburg
- VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
- 13.04.2026 12:10
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VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
Logisch, die Löwen haben wieder nicht gewonnen - und doch hat Trainer Markus Kauczinski beim 2:2 gegen Jahn Regensburg gesehen, wozu seine Mannschaft prinzipiell im Stande wäre. Von wegen zu alt, von wegen zu langsam - alles Alibi. Die d24-Einzelkritik:
Thomas Dähne (db24-Note 3): Der Löwen-Keeper, der unter der Woche seinen Vertrag bis 2028 verlängerte, stand früh im Mittelpunkt und verhinderte mit einer starken Parade gegen Eichinger zunächst den Rückstand (21.). Bei beiden Gegentoren war der Oberaudorfer ohne Abwehrchance. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt, ohne spielentscheidend eingreifen zu können.
Manuel Pfeifer (db24-Note: 2): Nach monatelanger Verletzungspause präsentierte sich der Österreicher in bemerkenswerter Verfassung. Vor allem im zweiten Durchgang einer der stärksten Löwen: zweikampfstark, flink, aufmerksam und mit viel Zug nach vorne. Über die linke Seite ein ständiger Aktivposten, leitete auch das späte 2:2 ein.
Siemen Voet (db24-Note 3): Nach seinem schwächeren Auftritt in Cottbus zeigte sich der Belgier deutlich stabilisiert. Robust in den Duellen und über weite Strecken zuverlässig, auch wenn er insgesamt eher im Hintergrund agierte.
Max Reinthaler (db24-Note: 3): Der Abwehrchef setzte offensiv mit seinem Lattentreffer kurz vor der Pause (45.) ein Ausrufezeichen. Defensiv nicht immer sattelfest und zur Halbzeit angeschlagen ausgewechselt.
Lasse Faßmann (db24-Note 2): Der Junglöwe rückte in die Startelf und zeigte eine abgeklärte Leistung. Wach in den Zweikämpfen, sauber im Stellungsspiel und insgesamt sehr konzentriert.
Marvin Rittmüller (db24-Note 4): Über die rechte Seite gelang dem gebürtigen Erfurter nur wenig - nur einmal kam er bis zur Grundlinie, als seine Hereingabe scharf gemacht wurde und Althaus nur knapp das Gäste-Gehäuse verfehlte. Im Offensivspiel war der frühere Kölner kaum präsent, defensiv ohne größere Fehler, aber insgesamt ohne größeren Einfluss auf die Partie.
Thore Jacobsen (db24-Note 4): Der Kapitän konnte dem Spiel erneut nicht seinen Stempel aufdrücken. Zu wenig Präsenz im Zentrum, dazu der verschossene Elfmeter (56.), der den möglichen schnelleren Ausgleich verhinderte. Insgesamt eine verhaltene Vorstellung.
Samuel Althaus (db24-Note 2): Einer der auffälligsten Löwen: mutig, spielfreudig und immer wieder in gefährliche Aktionen eingebunden. Der 20-Jährige bereitete mit seiner Flanke den verdienten Ausgleich durch Haugen vor (80.).
Kevin Volland (db24-Note 2,5): Deutlich verbessert im Vergleich zum 0:3 in Cottbus. Der Ex-Nationalspieler war immer dann beteiligt, wenn es im Offensivspiel gefährlich wurde. Bereitete mit einem starken Steilpass das 1:0 vor und kommt damit auf seinen neunten Assist der Saison.
Sigurd Haugen (db24-Note 2): Der entscheidende Mann im Löwen-Spiel: Traf zur Führung nach einer starken Einzelaktion (28.) und glich per Kopf nach Althaus-Flanke aus (80.). Stets präsent und mit der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Wenn man sich überlegt, dass Haugen unter Patrick Glöckner einen schweren Stand hatte, will man das kaum glauben.
Florian Niederlechner (db24-Note 3): Kaum zu glauben, dass der erfahrene Stürmer erst gegen Regensburg seinen ersten Startelf-Einsatz in der Rückrunde erhielt. Der 35-Jährige rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Kauczinski mit einer engagierten Leistung, leitete das 1:0 mit ein und holte den Elfmeter heraus (56.). Arbeitete viel gegen den Ball und brachte Struktur ins Offensivspiel. Von wegen nicht mehr
Raphael Schifferl (db24-Note 3):* Der österreichische Innenverteidiger kam zur Pause für den angeschlagenen Reinthaler und fügte sich ordentlich ein. Defensiv stabil und kurz vor Schluss beinahe der Matchwinner – sein Kopfball nach Ecke von Jacobsen ging nur knapp vorbei (88.).
Justin Steinkötter (db24-Note 2,5): Ist er als Einwechselspieler besser? Der 26-Jährige brachte nach seiner Hereinnahme sofort Energie ins Spiel. Belebte die Offensive mit Tempo und Einsatz – ein klarer Impulsgeber in der Schlussphase.
Morris Schröter (db24-Note 3): Der 30-Jährige hatte einen starken Vorstoß, der leider keinen Abnehmer fand. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt ohne entscheidenden Moment.
Patrick Hobsch (db24-Note 3): Der Löwen-Angreifer kam in der Schlussphase und brachte nochmal frische Kräfte in die Offensive. Zeigte Präsenz, blieb jedoch ohne nennenswerte Abschlussaktion.
Markus Kauczinski (db24-Note 3): Nach dem enttäuschenden Auftritt in Cottbus zeigte die Mannschaft eine klare Reaktion. Die Elf von Markus Kauczinski präsentierte sich über weite Strecken engagiert und spielerisch verbessert. Auch mit seinen Wechseln – insbesondere Steinkötter und Schröter – setzte er die richtigen Impulse. Am Ende steht ein verdienter Punkt, auch wenn der vergebene Elfmeter den möglichen Sieg kostete.






