VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)

Das 1:1 gegen Waldhof Mannheim war an diesem Samstagnachmittag fast schon Nebensache. Denn über allem schwebte die Nachricht vom Tod von Löwen-Idol Karsten Wettberg (84).

Am Rande der Partie haben wir uns in der Fanszene umgehört – und schnell wurde klar: Die Worte gleichen sich, die Emotionen sind echt. „Er hat sich verdient gemacht um Sechzig.“ Ein Satz, der immer wieder fällt. Einer, der mehr sagt als lange Reden. Viele Anhänger erinnern sich an die Aufbruchsjahre Anfang der 90er – an Leidenschaft, an Klartext, an einen Trainer, der den Verein verkörperte wie kaum ein Zweiter. „Wettberg war einer von uns“, sagt ein Fan. „Kein Blender, kein Sprücheklopfer – einfach ein Löwe.“

Andere sprechen von Respekt und Dankbarkeit: „Er hat Sechzig geprägt. Ohne solche Typen wären wir heute nicht das, was wir sind.“ Und selbst jüngere Fans, die die Ära nur aus Erzählungen kennen, zeigen sich bewegt: „Man merkt, welchen Stellenwert er hatte – die Alten erzählen nur Gutes.“ Es ist diese Mischung aus Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und Erfolg, die Karsten Wettberg bis heute unvergessen macht.

Während auf dem Rasen wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen bleiben, zeigt die Kurve, was diesen Verein wirklich ausmacht: Erinnerung, Zusammenhalt – und Respekt vor den eigenen Legenden. Genau das ist Sechzig.

Am Dienstag um 14 Uhr findet die Trauerfeier für Wettberg in Mainburg statt. Der Verein verabschiedet am kommenden Freitag in München-Bogenhausen seinen Kulttrainer.

Der Wettberg-Abschied - das sagen die Fans. Klick Dich rein!