Kauczinskis Appell vor dem Löwen-Finale in Cottbus: "Heißes Herz, kühler Kopf!"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 06.04.2026 12:14
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Die Ausgangslage ist eindeutig: Nur ein Sieg in Cottbus am Dienstagabend (19 Uhr, db24-Ticker) hilft den Sechzgern wirklich weiter, wenn sie im Aufstiegskampf noch einmal ernsthaft eingreifen wollen. Rechenspiele sind aber nichts für Markus Kauczinski. „Ich bin kein Mann der Mathematik. Wenn ich mal eine Fünf hatte, dann in Mathe“, erklärte der 56-Jährige in der Spieltags-Pressekonferenz – und schob hinterher: „Es gibt noch eine Chance, die müssen wir wahrnehmen. Es geht jetzt nicht um Mathematik, sondern um die eigene Leistung.“
Nach dem 1:1 gegen Mannheim: In welcher Liga spielt der TSV 1860 ab Sommer?
Dem Löwen-Trainer ist aber bewusst, dass der direkte Aufstieg kaum mehr realistisch ist – wenn überhaupt, führt der Weg nur noch über die Relegation. „Ich rechne nicht mit den ersten beiden Plätzen – auch ein dritter Platz kann zum Aufstieg führen.“ Sein Appell an die Mannschaft: „Nerven bewahren! Heißes Herz, aber auch ein kühler Kopf muss dabei sein.“
Man kann Kauczinski jedenfalls nicht absprechen, dass er an das Giesinger Wunder glaubt. Und man nimmt ihm diese Überzeugung auch ab. Seine Worte wirken nicht aufgesetzt, sondern ehrlich und glaubwürdig. „Es spitzen sich die Dinge jetzt zu. Man muss auf seine Punkte kommen“, sagt Kauczinski und verweist auf die vielen direkten Duelle der Spitzenteams untereinander. „Jeder Spieltag ist eine Chance – und wir haben wieder eine Chance, näher ranzukommen.“
Den Druck sieht Kauczinski nicht nur bei 1860, sondern auch bei Energie Cottbus. „Unsere Situation unterscheidet sich nicht groß von der von Cottbus“, findet der Löwen-Coach. „Ich erwarte ein hitziges und intensives Spiel. Cottbus ist spiel- und kampfstark.“ Zuletzt gewann die Wollitz-Elf mit 3:0 beim TSV Havelse, jedoch ließ man zuvor Punkte gegen Ulm (1:1), Aachen (1:4) und Rostock (0:0) liegen.
Die Löwen werden in der Lausitz von 1.000 Fans begleitet – eine starke Kulisse angesichts des ungünstigen Termins und der weiten Reise nahe der polnischen Grenze. Die Mannschaft fliegt am späten Montagnachmittag Richtung Osten und fährt nach dem Schlusspfiff mit dem Bus zurück. Angeschlagen sind Raphael Schifferl (Ellbogen) und Sigurd Haugen, der beim 1:1 gegen Mannheim einen Schlag abbekommen hatte. Thore Jacobsen wird nach abgelaufener Sperre in die Startelf zurückkehren - möglich ist auch, dass Justin Steinkötter nach seinem erfrischenden Joker-Einsatz in die Anfangsformation rückt.






