VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Der Einzug ins Toto-Pokalfinale stand am Samstagnachmittag erst wenige Minuten fest, da drehten die Löwen-Profis von der Gästekurve im Jahnstadion ab. Nach dem 1:0-Sieg in Regensburg ging es für sie direkt in den Kabinentrakt. Als dort die Reporter warteten, brummelte Max Reinthaler im Vorbeigehen und zog weiter: „Ihr braucht mich nur, wenn wir verlieren.“

Eine Aussage, die so nicht stimmt. Nicht die Reporter wählen ihre Gesprächspartner aus – in der Regel bestimmt die Pressestelle, wer vor die Mikrofone tritt. Dabei hätte es Reinthaler durchaus verdient gehabt, sich zu äußern. Der 31-jährige Südtiroler war neben Torschütze Sigurd Haugen der beste Feldspieler auf Seiten der Löwen.

Stattdessen stellte sich unter anderem Thomas Dähne den Fragen – und der Torwart hatte sich seinen Auftritt mehr als verdient. Der 32-jährige Oberaudorfer zeigte vielleicht sein bislang bestes Spiel im Löwen-Trikot. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er vor allem in der ersten Halbzeit eine drohende Niederlage – und auch direkt nach dem Seitenwechsel, als er sogar vom eigenen Mitspieler Siemen Voet geprüft wurde.

Dähne musste dabei nicht nur sportlich liefern, sondern auch die verbalen Spitzen von den Rängen aushalten. „45 Minuten lang durchbeleidigt zu werden, ist manchmal geil“, sagte er und lachte.

Dass der Sieg von Regensburg die Löwen in eine Saison-Verlängerung schickt, ist Dähne dabei völlig egal: „Das geht schon in Ordnung. Ich spiele gerne eine Woche länger, wenn ich danach Silberware in der Hand halte.“

Geplant ist ein Familienurlaub auf Mallorca. Und wer weiß: Vielleicht muss Dähne diesen noch ein paar Tage nach hinten schieben, sollten die Löwen tatsächlich die Relegation zur Zweiten Liga erreichen. „Der Urlaub ist schon gebucht, aber so, dass alle möglichen Termine reinpassen“, erklärte er. Ob auch ein obligatorischer Mannschaftsausflug auf den Ballermann dazugehört, ließ der Keeper offen.

Fix ist: Das Toto-Pokal-Finale ist für den 23. Mai angesetzt, die Relegation für den 22. und 26. Mai terminiert. Sollten auch die Würzburger Kickers noch in die Aufstiegsspiele zur Dritten Liga eingreifen, könnte sich das Endspiel um den bayerischen Toto-Pokal nach db24-Informationen verschieben. Für die Fans heißt das: Mit frühzeitigen Hotelbuchungen in Würzburg ist Vorsicht geboten.

Für Dähne spielt der Termin ohnehin nur eine Nebenrolle: „Wir gehen als Favorit ins Finale und wollen es gewinnen. Das ist unser Ziel.“