"Wir sind natürlich glücklich!": Die db24-Einzelkritik nach dem 1:0-Erfolg in Regensburg
- VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATKZE (FOTO)
- 29.03.2026 10:12
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VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATKZE (FOTO)
“Es war ein sehenswertes Spiel für die Zuschauer, in dem es in beide Richtungen hätte gehen können. Wir sind natürlich glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben”, erklärte Trainer Markus Kauczinski nach dem 1:0-Sieg im Toto-Pokal-Halbfinale in Regensburg. Die db24-Einzelkritik:
Thomas Dähne (db24-Note 1): Nachdem der Schlussmann der Löwen beim 1:2 in Duisburg noch zwei Gegentore schlucken musste, erwischte er in Regensburg einen Sahnetag und war der entscheidende Faktor für den Finaleinzug. Bereits vor der Pause hielt er mit mehreren starken Paraden die Null und entschärfte in der 47. Minute ein Beinahe-Eigentor von Voet. Der Ex-Kieler war der überragende Akteur auf dem Platz und könnte auch in den kommenden Wochen eine Schlüsselrolle einnehmen.
Clemens Lippmann (db24-Note 4): Der 19-jährige Junglöwe durfte nach seiner anständigen Vorstellung in Duisburg erneut beginnen. Offensiv setzte er mit seinen Vorstößen vereinzelt Akzente, agierte dabei jedoch nicht immer sauber. In der Defensive offenbarte er Schwächen im Stellungsspiel und in den Zweikämpfen, wodurch er mehrfach unter Druck geriet.
Siemen Voet (db24-Note 4): Der Belgier präsentierte sich ungewohnt fehleranfällig. Im Spielaufbau unterliefen ihm einige Unsicherheiten, zudem hatte er in den Zweikämpfen nicht die gewohnte Kontrolle. Besonders brenzlig wurde es bei einer Szene, als er den Ball beinahe ins eigene Tor lenkte – nur Dähne verhinderte den Rückstand. Insgesamt ein wackeliger Auftritt.
Max Reinthaler (db24-Note 2,5): Nachdem Kapitän Verlaat ursprünglich für die Startelf vorgesehen war, jedoch nach einem Schlag im Training ausfiel, rückte der Abwehrchef erneut ins Zentrum der Defensive. Der Südtiroler war einer der wenigen Feldspieler, die defensiv dagegenhielten. Mit Einsatz und klarem Zweikampfverhalten überzeugte er einmal mehr.
Raphael Schifferl (db24-Note 3,5): Der 26-jährige Innenverteidiger, der sich in den vergangenen Ligaspielen hinter Junglöwe Fassmann einordnen musste, rückte in die Startelf und zeigte eine durchwachsene Leistung. Sowohl im Passspiel als auch in der Zweikampfführung fehlte ihm etwasdie Konstanz. Bei ihm fehlt auf: Wenn er nicht dauernd auf dem Platz steht, muss er sich erst wieder Spielpraxis sammeln.
Tim Danhof (db24-Note 3): Der Außenbahnspieler, der um einen neuen Vertrag spielt, kam lange kaum zur Entfaltung, da die Offensive der Löwen insgesamt wenig Zugriff hatte. Defensiv erfüllte er seine Aufgaben solide, ohne groß aufzufallen. Mit zunehmender Spielzeit schaltete er sich häufiger ein und hatte nach Vorlage von Haugen die große Chance zur Entscheidung, traf jedoch nur die Latte.
Thore Jacobsen (db24-Note 4): Der Kapitän, der nach seiner gelb-roten Karte in Duisburg in der Liga gesperrt ist, im Toto-Pokal jedoch spielberechtigt war, stand wieder im Zentrum des Mittelfelds. Der eigentliche Stabilitätsanker bekam kaum Zugriff und ließ sich das ein oder andere Mal zu leicht abkochen. Zwar bereitete er mit einem starken Pass das 1:0 vor, insgesamt blieb sein Einfluss aber unter den Erwartungen.
Philipp Maier (db24-Note 4): Der Mittelfeld-Routinier erlebte zusammen mit Jacobsen einen gebrauchten Tag. Nach einer frühen Platzwunde spielte er rund 60 Minuten mit Turban weiter. Insgesamt fehlte im Zentrum die Präsenz, wodurch die Löwen immer wieder in Bedrängnis gerieten.
Kevin Volland (db24-Note 4): Der Ex-Nationalspieler blieb über weite Strecken ohne großen Einfluss. Gegen die kompakte Defensive der Regensburger fand er kaum Räume und wurde selten gefährlich in Szene gesetzt. Aber seine Laufleistung war hoch.
Patrick Hobsch (db24-Note 4,5): Der Angreifer wurde häufig als Zielspieler gesucht und legte einige Bälle ordentlich ab. Dennoch fehlte die Abstimmung mit Partner Haugen, wodurch kaum Durchschlagskraft entstand. Insgesamt blieb sein Einfluss auf das Offensivspiel überschaubar.
Sigurd Haugen (db24-Note 2,5): Der Norweger hatte zunächst einen schweren Stand, setzte dann aber den entscheidenden Moment. Mit einer starken Einzelaktion erzielte er kurz nach dem Seitenwechsel das Tor des Tages und stellte damit den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Hinterher spielte der Torjäger den Animateur für die Löwen-Kurve. 1860 & Haugen - einer der besten Deals der Drittliga-Zeit des TSV.
Samuel Althaus (db24-Note 2,5): Der 20-jährige Junglöwe kam in der Schlussphase ins Spiel und brachte frische Impulse ins Mittelfeld. Mit mutigen Pässen und sauberem Stellungsspiel half er dabei, die Führung über die Zeit zu bringen.
Florian Niederlechner (db24-Note 4): Der zuletzt zweimal nicht im Kader gestandene Angreifer, der mit Sprechchören gefeiert wurde, kam in der 73. Minute für Hobsch ins Spiel. Man merkte ihm an, dass er sich Trainer Kauczinski durch viel Einsatz anbieten wollte. Allerdings blieb er ohne entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen.
Markus Kauczinski (db24-Note 3): Wer gewinnt, hat immer recht. Die Löwen stehen nach sechs Jahren wieder einmal im Toto-Pokalfinale - und diesen Erfolg darf sich der Trainer anheften. Wird gesehen haben, auf wen er im Liga-Endspurt zählen kann.






