VON OLIVER GRISS UND CHRISTINA PAHNKE (FOTO)

Markus Kauczinski (56) nutzt die freien Tage, um bei seiner Familie in Karlsruhe zu sein. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich am Sonntagabend via Live-Schalte in der Sendung „Blickpunkt Sport“ Moderator Markus Othmer zu stellen. Erfolg weckt Begehrlichkeiten – das spüren sie an der Grünwalder Straße 114 im Moment alle. Der Löwe ist nach fünf Siegen in Folge wieder mitten im Aufstiegsrennen und gehört zu den acht Mannschaften, die noch Ansprüche auf die Zweite Liga anmelden können.

Kauczinski: „Ich bin froh, dass wir dabei sind. Wir waren eigentlich abgeschrieben. Auf uns hat keiner mehr richtig was gesetzt. Ich habe immer – nie öffentlich, aber intern mit der Mannschaft – darüber gesprochen: Wenn man mal so eine Serie schafft, kann man vielleicht wieder ranzukommen.“ Das ist den Löwen nach dem jüngsten 1:0 bei Viktoria Köln (Torschütze: Kevin Volland) gelungen.

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Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nach dem Wochenende nur noch drei Punkte – und am Samstag kommt nicht nur Mitverfolger Wehen Wiesbaden (16.30 Uhr, db24-Ticker) ins ausverkaufte Grünwalder Stadion, sondern Rostock und Duisburg nehmen sich am kommenden Spieltag gegenseitig die Punkte. Der Löwe – derzeit auf Tabellenplatz sechs – könnte theoretisch nach Punkten mit dem Dritten Duisburg gleichziehen, ehe es am 22. März zum Direktduell an der Wedau kommt.

Heiße Wochen für die Löwen.

Kauczinski: „Mir ist es wichtig, jetzt, wo es wirklich zur Sache geht, dabei zu sein. Nicht, dass man Anfang März nur zuguckt. Da geht es um etwas – und du bist nicht nur Zuschauer. Wir sind mittendrin. Wir sind dabei.” Und dass seine Spieler richtig Lust auf die entscheidenden Wochen haben, das spürt der frühere Erfolgstrainer des KSC: “Ich merke, wie die Jungs Bock drauf haben - das ist entscheidend. Dass sie annehmen und lernen wollen. Der Glaube, was erreichen zu wollen, wächst von Tag zu Tag.”

In der Dritten Liga sieht Kauczinski keinen Überflieger: “Es ist hart umkämpft. Jeder kann jeden schlagen. Man kann straucheln, aber ich habe alle Mannschaften gesehen. Wir können mit jedem mithalten. Wir haben etwas zu bieten. Mein Wunsch ist es, dass wir bis zum Schluss mitmischen und vielleicht am letzten Spieltag ein Endspiel haben, um möglicherweise ein großes Ding zu drehen.“

Am 38. Spieltag spielt der Löwe beim SC Verl (16. Mai) – und man will sich nicht ausmalen, was an diesem Tag passiert, würde der TSV aussichtsreich auf einem Aufstiegsrang stehen. Ein weiß-blauer Autokonvoi nach Ostwestfalen dürfte in jedem Fall bei der Anreise garantiert sein. Kauczinski: “Ich teile die Sehnsucht der Fans, aufsteigen zu wollen.”