VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Am Mittwochnachmittag konnte Markus Kauczinski noch nicht abschließend beantworten, ob er beim Auswärtsspiel in Köln (Freitag, 19 Uhr, db24-Ticker) auf einen angeschlagenen Löwen verzichten muss. Am Donnerstagnachmittag erfuhr db24 nun: Die Sechzger müssen den Mann ersetzen, der ein Stück weit auch für die sportliche Wende an der Grünwalder Straße 114 steht – Raphael Schifferl.

Der 26-jährige Österreicher, der mit seiner Mentalität und seinem Herzblut ein wichtiger Faktor für den Drittliga-Dino ist, konnte die Reise in den Westen nicht antreten. Nach dem 2:1-Heimerfolg über Abstiegskandidat Erzgebirge Aue plagen ihn muskuläre Probleme. Immerhin: Eine längere Ausfallzeit droht nicht. Dennoch wird Schifferl den Löwen in der Domstadt fehlen – vor allem als kompromissloser Zweikämpfer und Kopfballmonster. Gegen Aue kam er auf gute 15 Balleroberungen.

Die Frage lautet nun: Wie kann der Löwe den Schifferl-Ausfall auffangen?

Es gibt zwei Varianten: Entweder holt Kauczinski Kapitän Jesper Verlaat nach monatelanger Verletzungspause direkt in die Startelf zurück – oder er setzt auf Abwehrtalent Lasse Faßmann. Letzteres wäre durchaus eine kleine Überraschung, sollte der Löwen-Trainer dem 20-Jährigen das Vertrauen schenken. Für Verlaat sprechen Erfahrung und Mentalität, dagegen die fehlende Spielpraxis, die nicht zu unterschätzen ist.

Ziemlich sicher ist dagegen, dass David Philipp und Philipp Maier nach ihren Gelbsperren wieder in die Startelf zurückkehren. Bleibt also die offene Frage in der Dreierkette: Verlaat oder Faßmann? Dass Maier diese Rolle übernimmt, scheint ausgeschlossen zu sein - beim 1:2 gegen Stuttgart II wurde der Kieberger zwar in die Dreierkette zurückbeordert, fehlte dann aber als Abfangjäger im zentralen Mittelfeld. Kauczinski wird diesen Fehler bestimmt nicht wiederholen…

Aussicht auf den fünften Sieg in Folge: Reist Du zum Auswärtsspiel nach Köln?

Umfrage endet am 19.03.2026 12:00 Uhr

Auch wenn die Kölner zuletzt bei Spitzenreiter VfL Osnabrück mit 0:2 unterlagen, sind sie auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Wenn 1860 weiter vorne mitmischen will, braucht es den fünften Sieg in Folge. Kapitän Thore Jacobsen kündigt jedenfalls an: „Wir wollen weitermachen – und dann schauen wir, wohin das führt.“