VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Die Münchner Löwen haben ihren Vorsprung in der sogenannten Rafati-Tabelle weiter ausgebaut - der Auslöser: das ungeahndete Strafraum-Handspiel von Aues Marvin Stefaniak beim 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue. Dass die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tom Bauer (Mainz) keine Auswirkungen auf den Dreier hatte, war ein glücklicher Umstand, denn Aue versiebte in der Schlussphase reihenweise gute Einschussmöglichkeiten, die den Löwen zwei Punkte hätten kosten können...

Babak Rafati, der frühere Fifa-Schiedsrichter, erklärte in seiner neuesten Kolumne beim Online-Portal liga3-online.de: “Beim Schuss von Voet nimmt Stefaniak den Arm über dem Kopf hoch, berührt den Ball mit der Hand und lenkt das Spielgerät an die Latte. Das ist ein absichtliches Handspiel, da die Körperfläche vergrößert wird und da hat der Arm absolut nichts zu suchen. Somit hätte es einen Elfmeter geben müssen, sodass eine Fehlentscheidung vorliegt.”

Aussicht auf den fünften Sieg in Folge: Reist Du zum Auswärtsspiel nach Köln?

Umfrage endet am 19.03.2026 12:00 Uhr

Schiedsrichter Bauer (db24-Note 3,5) wurde hinterher von MagentaSport auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Seine Reaktion: “Das war ein Schuss aufs Tor. Der Ball wird abgefälscht. Der Ball wird mit dem Arm abgefälscht und der ist abgespreizt. Das ist ein strafbares Handspiel. Das hätte dementsprechend Strafstoß zur Folge. Ich habe leider den Kontakt nicht wahrgenommen. Dementsprechend konnte ich nicht auf Strafstoß entscheiden. Was mich ein wenig verwundert, ist, dass kein Spieler protestiert hat.“

Mit 19 Fehlpfiffen liegen die Löwen in der Rafati-Tabelle vor dem SC Verl (13) fast uneinholbar auf Rang 1.

Am Freitag für das Auswärtsspiel bei Viktoria Köln (19 Uhr) hat der DFB Schiedsrichter Justin Hasmann eingeteilt. Der 26-Jährige aus Neunkirchen hat bislang 22 Drittliga-Spiele auf seinem Tacho, darunter auch das 0:0 der Löwen am 12. März 2025 in Wiesbaden.