Nach dem 2:1 über Aue: So schaut`s aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 05.03.2026 09:55
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
TSV 1860 MÜNCHEN - ERZGEBIRGE AUE 2:1
So brüllte der Löwe: Dähne (db24-Note 1,5) - Schifferl (2,5), Reinthaler (3), Voet (2,5) - Danhof (3), Dordan (3), Jacobsen (3), Rittmüller (3,5/82. Lippmann 3) - Volland (3/82. Hobsch 3), Haugen (2,5/89. Niederlechner), Wolfram (2,5/67. Steinkötter 3).
So spielte der FC Erzgebirge Aue: Männel - Fallmann, Malone, Uhlmann, Collins - Günther-Schmidt (65. Ocansey), Guttau (81. Weinhauer), Simnica (81. Fabisch), Stefaniak (74. Clausen) - Bär, Ehlers.
Tore: 1:0 (7.) Wolfram, 1:1 (12.) Bär, 2:1 (50.) Haugen.
Gelbe Karten: Reinthaler – Günther-Schmidt, Collins, Malone, Fallmann.
Zuschauer/Löwenanteil: 15.000/14.500.
Schiedsrichter: db24-Note 3,5 für Tom Bauer. Der Mainzer machte prinzipiell ein ordentliches Spiel, allerdings übersah er ein klares Strafraum-Handspiel von Aues Marvin Stefaniak, als Siemen Voet abgezogen hatte. Gefühlvoll handelte der Zweitliga-Referee mit Einsetzen des Nebels. Er unterbrach die Partie für 15 Minuten, nachdem die Sicht immer schlechter wurde. Großer Sport war, dass Bauer hinterher bei MagentaSport zugab, dass er die Stefaniak-Szene nicht gesehen habe und natürlich ein Elfmeter fällig gewesen wäre.
Die 24-Stunden-Aktivität der db24-Blase am Spieltag: 30.490 Unique Visitors (Netto-User).
Die db24-Spielwertung: Note 4,0. Von 1860 war das eine sehr, sehr holprig geführte Partie, in der der Gast aus Aue mit 20:8 Torabschlüssen ein deutliches Plus hatte. Nachdem die Sachsen den besseren Start erwischten, ging 1860 durch Maxi Wolfram in Führung, nachdem Aues Torwart Männel einen guten Volland-Schuss gerade noch abwehren konnte. Fast postwendend der Ausgleich durch Marcel Bär, als Max Reinthaler nicht konsequent genug war. Der Siegtreffer fiel dann kurios: Nach mehreren Bogenlampen im Auer Strafraum, in dem auch Torwart Männel umherirrte, schaltete Sigurd Haugen am schnellsten und wuchtete mit dem Schädel den Ball zum 2:1 über die Linie. Nach der Nebelpause drückte Aue auf den Ausgleich, doch Bär übertraf sich im Auslassen von hochkarätigen Torchancen – und so verließ 1860, das in den Schlussminuten viel Leidenschaft in die Partie warf, am Ende als glücklicher Sieger den Rasen.
Die db24-Kurvenanalyse: Note 3. Zweigeteilte Bewertung: Ja, Emotionen, Lautstärke und Fingerspitzengefühl waren wieder einmal top – weit weniger positiv sind die Feuerspiele zu bewerten. Die Fanszene riskierte mit Beginn der Nebel-Unterbrechung einen möglichen Abbruch – zeitweise verschlechterte sich sogar die Sicht. Sehr unvernünftig.
Der db24-Trainercheck: Note 2,5 für Markus Kauczinski. Entscheidend ist, was der 56-Jährige aus dieser von Verletzungen gebeutelten Mannschaft im Vergleich zu Vorgänger Patrick Glöckner herausholt. Für ihn ist diese Aufgabe kein Job zur Selbstinszenierung, sondern die Chance, seiner Trainerkarriere noch einmal einen besonderen Stempel aufzudrücken. Natürlich: Die fußballerische Qualität ist noch nicht so, wie es sich viele wünschen. Doch Kauczinski hat etwas geschafft, wonach man sich an der Grünwalder Straße lange gesehnt hat: Er hat für Stabilität gesorgt – und es ist deutlich spürbar, dass auf dem Platz wieder eine Mannschaft steht und nicht mehrere Ich-AGs. Sein Punkteschnitt von knapp unter 2,0 Punkten pro Spiel spricht für sich.
Zum Lachen: Wenn bei 1860 fast nur noch über Fußball gesprochen wird…
Zum Weinen: In der Nachbetrachtung – die vielen verschenkten Spiele inklusive Schiedsrichter-Fehlentscheidungen in dieser Saison. 1860 könnte in dieser Kracherlliga schon ganz woanders stehen.
Mein Löwen-Held: Thomas Dähne – ein Torwart, wie man ihn sich bei 1860 lange gewünscht hat. Leistungsstark, sympathisch – und mit bayerischem Blut.
Der db24-Quotenkönig: Thomas Dähne wurde von der Community mit 2,03 zum notenbesten Löwen gekürt.
Der Löwen-Spruch des Tages: „Das Gerede, was sein könnte, lenkt nur ab. Wir müssen erstmal zeigen, dass wir diese Schlagzahl und Intensität tatsächlich durchhalten können.“ Markus Kauczinski.
So schaut’s aus, Sechzig: Wenn die Pressestelle des TSV 1860 in ihrer Berichterstattung auf der Webseite in den Boulevard abrutscht („Stellt Kauczinski den Rekord von Köllner mit einem Sieg bei Viktoria Köln ein?“), ist das ein gutes Zeichen, dass der Traum von der Rückkehr in die Zweite Liga auch intern lebt. Fünfter Siege in Folge – das muss jetzt beim Gastspiel in Köln das Ziel sein.






