Oha! 1860 löscht Vorwürfe gegen Ismaiks Merchandising-Firma
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 26.02.2026 13:47
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Nachdem e.V. und KGaA des TSV 1860 gestern eine Presseerklärung mit dem Titel “Klarstellung zu Abmahnungen durch die TSV 1860 Merchandising GmbH” verschickten und damit ihren Mehrheitseigner Hasan Ismaik brüskierten, kam es heute zur Rolle rückwärts. Aber dazu später.
Gestern schrieben die Löwen: “Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. und die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA nehmen mit großer Sorge zur Kenntnis, dass es in jüngster Vergangenheit erneut zu rechtlichen Abmahnungen durch eine von der TSV 1860 Merchandising GmbH beauftragten Rechtsanwaltskanzlei gegen Fans des TSV 1860 München gekommen ist.”
Die Merchandising-Firma hatte Fans abgemahnt, die im gewerblichen Stil Produkte mit der Marke 1860 bei Ebay-Kleinanzeigen angeboten haben. KGaA und Präsidium schrieben: “Wir stellen unmissverständlich klar: Diese Abmahnungen entbehren einer rechtlichen Grundlage”, da die Merchandising-Firma “nicht aktiv legitimiert” sei. Lizenzinhaber der Marken ist die KGaA, das Merchandising lediglich Lizenznehmer.
Und was sagt die Merchandising-Firma, die von Valentin Pusnava seit einiger Zeit geführt wird? “Es ist unzutreffend, dass Personen für den privaten Verkauf von Fanartikeln abgemahnt werden. Ein Tätigwerden kommt ausschließlich bei eindeutig gewerblichem Handeln in Betracht. Die rechtliche Bewertung erfolgt durch unsere auf Markenrecht spezialisierte Kanzlei.” Und weiter: “Private Sammler oder gelegentliche Weiterverkäufe aus persönlichem Besitz sind ausdrücklich nicht Gegenstand unseres Handelns. Etwaige Markenverletzungen werden vor jedem Tätigwerden zusätzlich von der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA geprüft und freigegeben.” Heißt: die Fußballfirma, die Ismaik weiterhin zu 60 Prozent gehört, war angeblich in die Vorgänge involviert.
Am Donnerstagmittag gab es dann erstaunliche Entwicklungen beim Drittliga-Dino zu diesem Thema: Sowohl auf der Profi-Webseite www.tsv1860.de als auch auf der Vereins-Webseite www.tsv1860.org waren die Vorwürfe gegen die eigene Merchandising-Abteilung plötzlich wieder verschwunden.
War 1860 möglicherweise einmal mehr schlecht beraten, um in Markenrecht-Fragen zur Offensive gegen den eigenen Partner zu blasen? Klar ist: Zu einer Gemeinsamkeit hat dieser Fall mit Sicherheit nicht beigetragen.






