Der Fan-Zoff ums Grünwalder geht weiter
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 26.02.2026 09:13
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Genau das hat die Bayern-Ultras auf den Plan gerufen - beim 3:2-Sieg über Eintracht Frankfurt rollten die Ultras der Roten ein Plakat aus: “Unsere HGK – unsere Stadt! Macht den Reiter-TSV-Deal platt!“ Die Westkurve reagierte auf die Forderungen der Bayern-Szene und schrieb selbst eine Botschaft an ihren Erzrivalen: “„Egal ob dreimal am Stadtrand oder ein Stadion mit erfundenem Namen: Eine Heimat mit Identität werdet ihr nie haben.“ Was Sechzig meint? Mit den drei Stadien am Stadtrand meinen die Löwen-Anhänger die Allianz Arena, den Campus des FC Bayern sowie den frisch erworbenen Unterhachinger Sportpark.
Doch wer glaubt, das war’s schon wieder, täuscht sich: Am Dienstagabend legten die Bayern-Ultras nach, zeigten beim 1:0-Sieg der eigenen U23 gegen Unterhaching in der Stehhalle des Grünwalder Stadions das Konterfei von Kult-Trainer Hermann Gerland, Namensgeber für die Hermann-Gerland-Kampfbahn - und schrieben in dicken Lettern: “„Hätte, wenn und aber, alles nur blödes Gelaber!” Und: “Unser Stadion.”
Wetten, dass das erst der Anfang im Stadion-Zoff unter den Fangruppierungen ist?
Was man wissen muss: Für beide Vereine war das Grünwalder Stadion lange Zeit die Heimspielstätte, ehe man Anfang der 70er Jahre gemeinsam ins Olympiastadion zog. Nach dem Zwangsabstieg 1982 kehrte 1860 zurück nach Giesing. 1994 schafften die Löwen mit der Kultstätte im Rücken den Bundesliga-Aufstieg. Schnell kehrten die Blauen ins Olympiastadion - eine Erfolgsgeschichte setzte sich fort, die bis in die Champions League-Qualifikation führte. Anfang der 2000er entschied man sich zusammen mit dem FC Bayern zum gemeinsamen Bau der Allianz Arena. Als 1860 nach Fröttmaning zog, war man nur noch Zweitligist. Anfangs waren die Zuschauerzahlen bei einem Schnitt über 40.000, in der Abstiegssaison lagen sie bei knapp 26.000. Seit 2017 ist der Löwe zurück im Grünwalder Stadion - besser geworden ist nichts…






