Ex-Torwart Hoffmann: "1860? Ganz ehrlich: Mit dem Kader musst du eigentlich oben spielen!"
- VON OLIVER GRISS UND GETTY IMAGES (FOTO)
- 21.02.2026 09:10
- 2 Minuten Lesezeit
- 111 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND GETTY IMAGES (FOTO)
Dass die Sechziger bereits zu diesem frühen Zeitpunkt am Scheideweg stehen, damit hätte Hoffmann nicht gerechnet: “Nachdem sich 1860 im vergangenen Sommer so verstärkt hat, ist es doch sehr überraschend, dass die Mannschaft momentan im Mittelfeld herumkrebst. Ich hatte mit einer anderen Entwicklung gerechnet. Ganz ehrlich: Mit dem Kader musst du eigentlich oben spielen: Allein die Namen! Hinten hast du mit Thomas Dähne einen ehemaligen Bundesliga-Torwart, davor Jesper Verlaat - und vorne hast du die freie Auswahl mit Sigurd Haugen, Florian Niederlechner, Kevin Volland und Patrick Hobsch. Wer hat solche Namen in der Dritten Liga? Da muss die Ausbeute anders aussehen”, erklärte der frühere Torwart, der sich Derby-Held nennen darf.

Wer es nicht mehr weiß: Hoffmann stand bei beiden historischen Siegen über den FC Bayern in der Saison 1999 im Löwen-Kasten - sowohl beim 1:0 als auch beim 2:1-Rückspiel-Erfolg. Das ist echte Löwen-Geschichte, in der der Sport noch das Entscheidende war. In dieser Saison absolvierte er 33 von 34 Partien.
Hoffmann tritt für die db24-Allstars als Tippexperte an - er rechnet mit einem 2:1-Heimsieg des TSV 1860. Die aktuelle Löwen-Saison erinnert ihn einmal mehr an einen Film-Klassiker. “Und täglich grüßt das Murmeltier”, sagt Hoffmann grinsend: “Immer wenn’s mal läuft, dann kommt einer, der die Unruhe reinbringt.” Sein Appell: “Reißt euch endlich mal am Riemen. Tretet als Einheit auf - in der Geschäftsstelle, aber auch in der Kabine.”

Dass die Löwen in der Stadionfrage nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben haben, amüsiert Hoffmann: “Im Grunde können die Löwen noch so viele Machbarkeitsstudien anfertigen lassen, wenn eine Frage nicht beantwortet wird: Wer bezahlt das eigentlich? Du wirst keinen Investor finden, der das mitmacht. Ich finde, man dreht sich in dieser Thematik im Kreis. Und dann weiß ich nicht, wie die Münchner reagieren, wenn die Stadt Millionen dazuschießt, wenn auf der anderen Seite die Schwimmbäder und die Bezirkssportanlagen verrotten.”
Was Hoffmann in der Stadion-Frage zudem zu bedenken gibt: “Klar ist, mit 15.000 Zuschauern gewinnst du nichts mehr. 1860 braucht ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 25.000 bis 30.000 - mehr gibt das Fanlager aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre nicht mehr her. Viele haben sich doch abgewandt…”






