Bierbecher-Frust auf der Haupttribüne
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 18.01.2026 09:57
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RWE-Vorstand Alexander Rang kam zum Schlichten.
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Besonders auffällig: Eine junge Frau im Retro-Trikot aus erfolgreichen Bundesliga-Zeiten suchte sichtlich die Konfrontation. Die Situation drohte kurzzeitig zu eskalieren. Es kam zu wüsten Beleidigungen und einer Rangelei auf den Treppenstufen der Haupttribüne. Eine klassische Fantrennung gibt es in diesem Bereich des Grünwalder Stadions nicht. Aus 1860-Sicht setzt man dort traditionell auf die Vernunft der – meist besser betuchten – Zuschauer, zumal Karten auf der Haupttribüne über 40 Euro kosten. An diesem Samstagnachmittag jedoch erwies sich das als trügerisch. Ordner griffen schließlich ein, als drei Löwen-Fans zunehmend in den Pöbel-Modus verfielen. Laut WAZ kam auch RWE-Vorstand Alexander Rang hinzu, um deeskalierend zu wirken. Auch die Polizei war im Einsatz.
Kurze Zeit später wurden drei 1860-Anhänger aus dem Stadion geführt. Den späten Ausgleichstreffer von Max Reinthaler bekamen sie nicht mehr mit.
Ein db24-Leser schilderte die Szenen am Samstagabend aus seiner Sicht so: „Die drei Löwen-Fans saßen direkt in unserer Nähe und waren von Beginn an sichtlich angetrunken. Als Essen das Tor erzielte, flog der erste Becher. Danach kam zwar ein Ordner vom internen Sicherheitsdienst, er diskutierte aber viel zu lange. Dann flog der zweite Becher – und ein Essener Fan trat nach der Becherwerferin. Zum Glück traf er sie nicht. Erst dann war die Polizei zur Stelle. Meiner Meinung nach ist das von Seiten 1860 eine völlige Fehlplanung, nicht von Anfang an mehr Ordner auf der Haupttribüne zu platzieren, zumal viele Essener Fans in diesem Bereich saßen, die auch durch Gesänge provoziert hatten.“






