VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Trainerwechsel, unruhige Zeiten & viele Verletzte - der Oberbayer Philipp Maier ist durchaus ein Profiteur der Veränderungen bei 1860 München. Stand der 31-Jährige bei Patrick Glöckner noch im Abseits und wurde bereits als Abgang gehandelt, sieht man in den letzten Monaten einmal mehr, wie schnellebig das Fußballgeschäft ist: Maier ist einer der großen Gewinner der Löwen.

Mit ihm kam die Stabilität beim torkelnden Drittliga-Dino zurück: Dass die Sechziger vor der Winterpause viermal in Folge gewannen, ist auch ganz eng mit Maier verbunden. “So wie es aktuell läuft, kann man schon davon sprechen, dass das ein Zustand ist, mit dem ich sehr zufrieden bin”, erklärte Maier am Mittwochabend im Trainingslager in der Türkei.

Jetzt zeigt sich: Es bringt nichts,in einer schwierigen Situation den Miesepeter zu machen, sondern weiter um seine Chance zu kämpfen. “Fußball ist Tagesgechäft”, sagt Maier lapidar: “Ich war auf dem Punkt da. Wenn ich auf den Platz gegangen bin, habe ich mir gesagt: Ich bin hier bei Sechzig, ich wollte immer hierher.” Maier ist Löwen-Fan seit kleinauf.

Nachtreten gegen Ex-Trainer Glöckner will Maier nicht: “Ich will kein böses Blut waschen.” Und: “Wir hatten darüber auch keine Gespräche und es gab keine Begründung. Das habe ich aber auch nicht eingefordert. Ich habe einfach versucht, aus dieser Zeit das Maximum herauszuholen.”

Er hat immer auf seine Qualität vertraut, immerhin hat er mit dem SSV Ulm 2024 das geschafft, wovon alle Löwen-Fans träumen: Als Drittliga-Meister in die Zweite Liga aufzusteigen. Damals hat er sogar sechs Tore beigesteuert.

Im Sommer läuft sein Vertrag aus - und Maier macht kein Geheimnis daraus, dass er seine Zeit bei 1860 gerne verlängern würde: “Das wäre meine Wunschlösung. Die Hinrunde hat aber doch gezeigt, dass ich das Niveau spielen kann und ein wichtiger Faktor sein kann.”