VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Der abstiegsbedrohte Drittligist 1. FC Saarbrücken hat gestern Nacht bei der Mitgliederversammlung in der Saarlandhalle die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt - vor allem: Die Finanzkraft ist nicht nur gesichert, sondern wurde weiter ausgebaut. Grund: Die neue Besetzung im Aufsichtsrat: Nicht nur der bisherige Präsident Hartmut Ostermann wurde in das Gremium gewählt, sondern auch Globus-Chef Matthias Bruch, Bau-Unternehmer Philipp Groß, Hager-Group-Chef Daniel Hager und Fan-Vertreter Niklas Quint, Stefan Kinn von FCS-Caterer Schwamm und Musik-Professor Oliver Strauch. Damit folgten die Mitglieder der Wahlempfehlung der Fan-Initiative "Zukunft Blau-Schwarz", die die Satzungsänderung zuvor auf den Weg gebracht hatte.

Im Gremium sitzen ab heute Personen, die in ihren Unternehmen zusammen mehrere Milliarden Euro pro Jahr umsetzen - im FCS-Umfeld wird bereits davon gesprochen, dass in der nächsten Saison - sollte man den Klassenerhalt schaffen - richtig investiert wird. Zuvor gilt es aber, den Verein in der Dritten Liga zu retten. Der frühere Bundesliga-Manager Reiner Calmund sagte bereits im Vorfeld dieser Wahl zu “BILD”: „Besonders wichtig ist für mich, dass der Aufsichtsrat nicht nur aus Einzelpersönlichkeiten besteht, sondern aus Menschen, die unternehmerische Erfahrung, Kapitalstärke, Managementkompetenz und Vereinsnähe vereinen. Genau das sehe ich hier gegeben.“ Das ist ein Satz, der auch die Löwen bei der Gestaltung der Zukunft hellhörig werden lassen sollte…

In der ersten Amtshandlung wird der neue Saarbrücken-Aufsichtsrat nun drei hauptamtliche Geschäftsführer für die Bereiche Sport, Finanzen sowie Strategie/Marketing/Vertrieb einstellen.

Zur neuen Präsidentin wurde Barbara Haupenthal gewählt. Die 42-Jährige, die einst Spielerin beim FCS war und heute als erfolgreiche Sportrechtsanwältin arbeitet, ist das einzige weibliche Oberhaupt in der Dritten Liga.