VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Nein, Löwen-Trainer Agis Giannikis wollte am Freitagnachmittag vom perfekten Klassenerhalt noch nichts wissen. Nach zwei Niederlagen in Folge steht der TSV 1860 weiter bei 38 Punkten. Deswegen warnte der Deutsch-Grieche auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster (Samstag, 14.03 Uhr, db24-Ticker) eindringlich vor möglicher fehlender Schärfe: "Wir müssen wachsam sein."

Wenige Stunden später weiß man, warum Giannikis sehr defensiv in seiner Wortwahl ist: Nach dem Mannheimer 1:0 im Krisengipfel über Arminia Bielefeld (Tor: Samuel Abidfade) ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf sieben Punkte geschrumpft. Ein Sieg der Giannikis-Elf über Münster könnte die Löwen jedoch aller Sorgen endgültig entledigen.

Waldhofs Marco Antwerpen war glücklich nach dem Zittersieg über die Bielefelder: “Die Jungs haben sich in jeden Zweikampf reingeworfen. Wir haben heute eine kämpferische Leistung auf den Platz gebracht.” Trotzdem gefiel dem Feuerwehrmann, der im Januar noch Thema bei 1860 war, nicht alles: “Wir haben viel zu viele Torchancen zugelassen.”

Bielefelds Christopher Lannert, früher bei 1860, war verständlicherweise hinterher frustriert: “Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben zu viele Chancen liegengelassen.” Und Bielefelds Trainer Mitch Kniat meinte: “Dieses Spiel ist ein Spiegelbild der Saison. Wir haben weiter die Überzeugung, das lassen wir uns auch von keinem in Abrede stellen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht.”

Die Löwen empfangen am Samstag Preußen Münster, das in 2024 noch unbesiegt ist. Trainer Giannikis muss dabei seine Viererkette und auch das defensive Mittelfeld umbauen: Jesper Verlaat, Max Reinthaler, Marlon Frey und Manni Starke fallen definitiv aus.

Das Drittliga-Steno im Überblick:

Mannheim - Bielefeld 1:0. Tor: 1:0 (32.) Abifade. Zuschauer: 15.000.