VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Wie hart trifft die Grippewelle 1860?

Immerhin: Am Donnerstagmittag ist nach db24-Informationen Kapitän Jesper Verlaat nach einer eintägigen Zwangspause in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Wie fit er aber wirklich ist, ist nicht bekannt. Zumindest ist die Hoffnung da, dass der Holländer im Südhit gegen Ulm (Samstag, 14.03 Uhr, db24-Ticker) verteidigen kann - aber auch mit voller Kraft?

Und was machen die anderen Grippe-Opfer? Leroy Kwadwo fehlte am Donnerstag genauso wie Verl-Matchwinner Julian Guttau, der sich zuletzt immer mehr ins Rampenlicht geschossen hat. Sein Ausfall wäre besonders schmerzhaft, aber auch Kwadwo ist aus der Startelf eigentlich nicht wegzudenken.

Nicht teilgenommen am Mannschaftstraining hat auch Winter-Neuzugang Max Reinthaler, der seit dem 1:0-Sieg in Verl über Knieprobleme klagt. Auch der Ex-Wiesbadener gehört zum Erfolgspuzzle von Trainer Agis Giannikis: 1860 hat in den letzten fünf Spielen nur einen Gegentreffer kassiert - auch wegen Reinthaler.

Besonders auf sich aufmerksam gemacht hat gestern im letzten öffentlichen Training in dieser Woche übrigens Valmir Sulejmani. Der Offensivmann, der es zuletzt kaum noch in den 20er Kader schaffte, war einer der Aktivsten auf dem Platz. Ob dies auch Trainer Giannikis angesichts der Personalsorgen honoriert? In den Kader drängt auch Abdenego Nankishi, der seine Muskelprobleme ausgestanden hat.

Das Grünwalder Stadion ist für die Ulm-Partie seit Tagen ausverkauft. Selbst auf dem Ticket-Zweitmarkt gibt es nur noch vier (!) Karten. “Das freut uns natürlich, dass die Fans unsere Arbeit honorieren”, erklärte Giannikis.

Die Löwen könnten gegen den SSV Ulm 1846 einen vereinseigenen Drittliga-Rekord einstellen: Fünf Siege am Stück sind ihnen zuletzt zum Start der Saison 2022/2023 gelungen, als die Mannschaft von Michael Köllner mit fünf Dreiern startete und sogar Tabellenführer war, danach aber abstürzte. Letztmals spielten die Ulmer übrigens im Sommer 1999 bei den Löwen: Damals setzten sich die Sechziger vor 44.000 Fans im Olympiastadion mit 4:1 durch - ein deutliches Ergebnis, gegen das die Giannikis-Löwen 2024 am Samstag mit Sicherheit nichts hätten.