VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Das Löwenmagazin behauptete vor einigen Tagen noch frech: "Klar sollte sein: Marc Pfeifer benötigt einen festen Job. Bislang wurden wohl alle seine Bewerbungen bei Drittligisten und Bundesligisten abgelehnt."

Was freilich niemals der Wahrheit entsprochen hat: Marc Pfeifer, der beim TSV 1860 geschasste Geschäftsführer, wird neuer Vorstandsvorsitzender bei Drittliga-Rivale Rot-Weiss Essen. Das berichtet “Reviersport” - und deckt sich mit den db24-Informationen. Der Löwen-Podcast “Radis Erben” hatte Pfeifers neue Berufung bereits heute angedeutet.

Und Pfeifer hatte in den vergangenen Monaten immer wieder interessante Anfragen, aber letztlich war das Angebot des Kult-Klubs am spannendsten für den gebürtigen Schwaben. Der 43-Jährige wollte unbedingt in erster Linie sein - mit Rot-Weiss Essen darf er spätestens ab 1. Juli einem absoluten Kultklub dienen. Damit ist auch klar: Pfeifer wird künftig nicht für Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik arbeiten.

Beim TSV 1860 wurde Pfeifer nach einer beispiellosen und menschenverachtenden Kampagne rasiert - mit Löwen-Boss Robert Reisinger soll Pfeifer seit Monaten kaum noch Kontakt gehabt haben. Pfeifer wurde u.a. nachgesagt, er hatte ein unsauberes Transfergebaren im vergangenen Sommer an den Tag gelegt. Die Vorwürfe konnten aber niemals belegt werden, außer, dass im Inner Circle u.a. Screenshots von Transfermarkt.de vorgelegt wurden. Das war nur einer von vielen Versuchen, den fleißigen Pfeifer kaputt und mürbe zu machen. Reisinger meinte bei der Mueller-Präsentation, dass er nicht einen Geschäftsdelegierer wolle, sondern einen Geschäftsführer. Dabei war es Reisinger selbst, der Pfeifer entdeckte - übrigens nach einem Tipp eines früheren Allesfahrers, der aus den alten Wildmoser-Zeiten noch bekannt ist.

Hat 1860 mit Präsident Reisinger & Co. noch eine Zukunft?

Umfrage endete am 05.03.2024 19:00 Uhr
Nein!
87% (7090)
Ja!
13% (1096)

Teilnehmer: 8186

Pfeifer arbeitete über 3,5 Jahre bei den Löwen. Sein Engagement für ein besseres Sechzig war ehrenhaft und immer vom Erfolg getrieben. In dieser Zeit verdoppelte er die Sponsoreneinnahmen an der Grünwalder Straße 114 und war immer um Fairness gegenüber Ismaik bemüht. Genau das soll Vielen im Klub missfallen haben. Pfeifer soll auch treibende Kraft bei der Einstellung von Erfolgstrainer Agis Giannikis (8 Spiele, 18 Punkte) gewesen sein.

Am Montag gab RWE die Trennung des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Marcus Uhlig bekannt - jetzt ist klar, wer sein Nachfolger wird: Marc Pfeifer.