VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Immer wieder werden ganz bewusst Unwahrheiten bei 1860 gestreut, um die KGaA in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen - auch zum Thema Markenrecht. Jetzt hat die Fußballfirma wieder einmal reagiert und Behauptungen klarstellen müssen.

Die Presseerklärung vom Dienstagnachmittag: “Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat mit Zustimmung des Präsidiums des TSV München von 1860 e.V. beim Deutschen Marken- und Patentamt Widerspruch gegen die einzutragende Marke „Wir sind der Verein“ eingelegt. Das Thema Marke und Markenrechte ist in unregelmäßigen Abständen Thema in den Kontrollgremien und im Aufsichtsrat. Hier wurde die neue Eintragung der Wort-/Bildmarke „Wir sind der Verein“ kritisch und mit den existierenden Verträgen abgewogen. In den Gesprächen konnte bis zum aktuellen Zeitpunkt kein gemeinsamer Kontext und Kompromiss gefunden werden. Folglich erfolgte nun mit schriftlicher Zustimmung des Präsidiums des TSV München von 1860 e.V. der Einspruch gegen die Eintragung seitens der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, so dass es dann zu einer Prüfung und Klärung durch das Deutsches Patent- und Markenamt (Einschätzung Dritter) kommen wird. Unabhängig von der rechtlichen Einschätzung ist der Fußballfirma stets daran gelegen, eine partnerschaftliche Lösung zu finden.” Heißt: Es gab für diesen Fall das Go von Präsident Robert Reisinger & Co.

Beim TSV 1860 wird neben dem Fanshop der KGaA seit einigen Jahren im Verein ein zweiter Fanshop betrieben, der sich mit seinen Artikeln auch immer wieder an die Fußball-Fans richtet. In Deutschland ist diese Konstellation einmalig - und sorgt immer wieder für Streit und Kopfschütteln bei Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, der die Merchandising-Rechte an 1860 erworben hat.

Durch die Einlegung der Rechtsmittel werden in der KGaA, aber auch im e.V. immer wieder Kosten produziert, sprich die Mitgliedsbeiträge müssen für Streitigkeiten verwendet werden. Sehr interessant: Der e.V. wird laut dem Markenregister von 1860-Beirat und Verwaltungsrat Nicolai Walch vertreten, der gleichzeitig auch bei Geschäftsführer Marc Pfeifer den Daumen gesenkt hat.